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Rustikaler Sloppy Joe

Rustikaler Sloppy Joe

Von Marlena

Ein herzhafter Hackfleisch-Mix auf gerösteten Hamburgerbrötchen. Mit Paprika und Zwiebeln angebraten, leicht gewürzt mit einer Kombination aus Chili und geräuchertem Paprikapulver, nicht nur Chili-Pulver. Ein paar Zutaten geändert, um etwas Tiefe reinzubringen – Barbecuesauce statt der klassischen Chili und statt Hühnerbrühe Gemüsebrühe verwendet. Schmelzender Cheddar obendrauf, der beim Servieren schön Fäden zieht. Meistens 20 Minuten reine Bratzeit, dann noch Zeit fürs Schmurgeln. Nicht nur Fleisch schnöde braten, sondern die Aromen in der Pfanne aufbauen. Ich tausche Weißweinessig gegen Apfelessig. Statt Zwiebeln nehme ich oft Schalotten, milder, feinere Süße. Zwischen Röstaromen und Säure den richtigen Bingo erwischen. Manchmal Brötchen treiben lassen auf dem Grill für die rauchige Note. Klein aber oho in Geschmack, so pragmatisch und robust, oft für schnelle Abende, wenn keine Lust auf großen Aufwand ist. Perfekt zum Stopfen und Schütteln auf dem Teller, ohne dass alles davonläuft.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 35 min
Gesamt: 60 min
Portionen: 4 Portionen
#einfach #schnell #herzhaft #BBQ
Auf Draht muss man sein bei solchen schnellen Gerichten, sonst landet man bei Matschepampe. Rinderhack, wenn man’s zu sehr dämpft oder zu schnell wendet, bleibt zäh oder zu feucht. Die Entscheidung für geräuchertes Paprikapulver statt normalem Chili macht die Würze viel komplexer, ohne dass man scharf machen muss. Tipp: Bei fehlender Barbecuesauce nehme ich eine Mischung aus Tomatenmark, Honig und ein bisschen rauchiger Paprika. Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe – funktioniert genauso gut für diesen Anwendungszweck, jede Brühe gibt Charakter, also nicht knausern. Apfelessig ist milder und gibt eine gut balancierte Säure. Beim Anbraten auf die kleinen braunen Stellen in der Pfanne achten – dort steckt der Geschmack.

Zutaten

  • 500 g mageres Rinderhackfleisch
  • 1 große Schalotte, fein gehackt
  • 1 kleiner roter Paprika, entkernt und klein gewürfelt
  • 10 ml geräuchertes Paprikapulver
  • 5 ml getrockneter Oregano
  • 25 ml Olivenöl
  • 50 ml Tomatenmark
  • 2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 120 ml Barbecuesauce
  • 25 ml Apfelessig
  • 20 g brauner Zucker
  • 15 ml Worcestersauce
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 4 große Hamburgerbrötchen
  • 300 ml kräftig geriebener Cheddar
  • Über die Zutaten

    Hackfleisch kann man auch halb und halb mit Schwein machen – wird saftiger, aber fetter. Statt rotem Paprika passt auch gelber oder oranger, je nach dem, was der Kühlschrank hergibt. Das Olivenöl kann durch neutrales Sonnenblumenöl ersetzt werden, aber für die Röstaromen nehme ich meistens das Olivenöl. Beim Käse sollte der Cheddar kräftig sein, mild verläuft zu schnell und schmeckt zu unspektakulär. Alternativ passt auch ein Mix aus Gouda und etwas Parmesan, für mehr Würze. Wer es vegan mag, ersetzt das Hack mit gewürfeltem Tofu oder Linsen plus Räuchertofu, die BBQ-Sauce vegan, Käse durch veganen Schmelzkäse.

    Zubereitung

  • Pfanne auf mittel-hohe Flamme, Öl hinein. Zuerst Schalotten und Paprika anschwitzen, bis die Schalotten glasig und süßlich riechen, ca. 3-4 Minuten.
  • Jetzt das Hackfleisch dazu, zerteilen mit Holzlöffel, gut anrösten, bis es Farbe bekommt. Nicht umrühren wie wild, lieber Ruhepausen, dann fällt das Fleisch schön auseinander.
  • Gewürze jetzt reinwerfen; Paprikapulver und Oregano. Kurz mitbraten, bis sich das Aroma entfaltet- riechbar an der leicht rauchigen Nuance.
  • Tomatenmark mit rein, Hitze leicht runter, unter Rühren 1-2 Minuten mit anrösten bis es dunkler wird, das gibt tiefere Umami-Note.
  • Knoblauch rein, schnelle 30 Sekunden nur, schrumpelt schnell – bitter wird er sonst.
  • Die Gemüsebrühe, BBQ-Sauce, Apfelessig, Zucker und Worcestershiresauce dazugeben; gut umrühren, aufkochen.
  • Temperatur runterdrehen, kleine Blasen, Deckel drauf. 18 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch Kontrolle: nicht zu trocken, etwas Flüssigkeit muss bleiben, sonst wird’s zäh.
  • Abschmecken: Salz, Pfeffer, eventuell mehr Essig oder Zucker je nach Säure oder Süße. Wer es rustikaler mag, noch Chili-Flocken drüber, geht immer.
  • In der Zwischenzeit Brötchen halbieren und entweder im Ofen rösten oder in der Grillpfanne knusprig machen, aufpassen nicht verbrennen.
  • Fleischmischung auf die Brötchen verteilen, mit einer dicken Handvoll Cheddar bedecken. Deckel drauf drücken, Käse schmilzt durch Restwärme – für den zähen, cremigen Biss.
  • Wer will, gibt noch frisch geschnittene Petersilie oder einen Spritzer Hot Sauce. Geht auch mit etwas eingelegter Gurke oder roten Zwiebeln für Frische.
  • Servieren mit Pommes oder Krautsalat, passt immer.
  • Zubereitungstipps

    Wichtig, die Hitze nicht zu hoch, sonst wird das Fleisch trocken und zäh. Geduld, wenn das Tomatenmark genug angeschwitzt ist, entfaltet es Geschmack, dann sind die nächsten Schritte viel aromatischer. Flüssigkeitszugabe und Schmorzeit gut beobachten – zu viel und es wird breiig, zu wenig und es klebt an. Den Deckel beim Köcheln locker auflegen, damit Kondenswasser entweichen kann – das beeinflusst die Konsistenz erheblich. Brötchen rösten nicht unterschätzen – die Kruste gibt den nötigen Kontrast zum saftigen Fleisch. Käse immer zum Schluss, am besten kurz unter die Abdeckung, damit er schön über das Fleisch schmilzt. Tipp: Wenn kein Deckel zur Hand, Alufolie locker drapieren, sonst kaltes Nachschwitzen verhindern. Mehrere kleine Portionen anbraten statt alles zusammen, bei großen Mengen sonst zu viel Saft. Nicht zu viel rühren, sonst verwässert die Soße.

    Küchentipps

    • 💡 Achte darauf, das Hackfleisch nur zügig zu zerteilen. Wenn du es zu oft rührst, wird es trocken. Braune Stellen sind wichtig. Sie bringen Aromen hervor. Warte geduldig, damit sich alles gut vereinen
    • 💡 Für die Brühe: Gemüsebrühe gibt mehr Geschmack. Hühnerbrühe ist keine Pflicht. Bei fehlender BBQ-Sauce hilft ein Mix aus Tomatenmark und Honig. Garniere mit frischen Kräutern für mehr Frische. Funktioniert auch ohne Sauerei
    • 💡 Die Zwiebeln – ich nehme Schalotten, milder Geschmack. Rote Paprika kann auch gelb oder orange sein. Das bringt Farbe. Achte beim Rösten darauf, nicht zu verbrennen. Ettliche Möglichkeiten im Kühlschrank
    • 💡 Brötchen rösten kann unterschiedlich sein. Im Ofen geht schnell, aber auf der Grillpfanne wird's knuspriger. Achte auf die Röstaromen. Sie sind der Schlüssel zur Textur. Wenn es knusprig ist, wird alles lebendiger
    • 💡 Für mehr Fülle: Mische Rinderhack mit Schweinefleisch. Saftiger, aber auch fetter. Cheddar muss kräftig sein. Mild geschmolzen hat keine Präsenz. Wenn vegan, nutze Tofu und vegane BBQ-Sauce. Schmelzkäse findet seinen Platz

    Häufige Fragen

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