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Schokoladen-Soufflés ohne Gluten

Schokoladen-Soufflés ohne Gluten

Von Marlena

Luftige, glutenfreie Schokoladensoufflés mit einer überraschenden Note durch die Zugabe von geriebener Orangenschale und gemahlenen Mandeln. Dunkle Schokolade, Maisstärke und Eigelb bilden die Basis. Eiweiß wird steif geschlagen mit etwas Weißweinessig statt Creme de Tartre. Backzeit leicht angepasst mit Sensorik-Tipps für optimale Höhe und Textur. Befüllt werden kleine Formen, die gebuttert und mit feinem Zucker bestäubt sind. Das Ergebnis: außen zart knusprig, innen schmelzend. Keine Gluten, keine Haselnüsse. Einchaotische Zubereitung, die konventionelle Schritte aufbricht – so vermeidet man Klümpchen und überschüssige Feuchtigkeit.
Vorbereitung: 35 min
Kochzeit: 20 min
Gesamt: 55 min
Portionen: 6 Portionen
#glutenfrei #Schokoladendessert #einfache Rezepte #schweizerische Küche
Soufflés ohne Gluten, eine Herausforderung, die ich nach mehreren Fehlversuchen jetzt mit voller Überzeugung teile. Es ist dieser schmale Grat zwischen locker-luftig und klitschig, den man nicht mit Mehl stören darf. Dunkle Schokolade trifft hier auf ein bisschen Biss – Mandeln statt Haselnüsse, und eine Prise Orangenschale als Geheimwaffe. Mit Weißweinessig statt Cream of Tartar lernt man, das Eiweiß perfekt zu steifem Glanz zu schlagen, fast wie ein Spiegel der Lust auf mehr. Die Backzeit habe ich etwas reduziert, erlebt als optimaler Moment, wenn sie sich sichtbar über die Form erheben, aber innen noch glänzen, nicht trocken sind. Gerade die Mischung aus Hafermilch und Speisestärke gibt dem Ganzen eine tolle Bindung, ohne schwer zu sein. Ein bisschen Chaos geht immer, aber danach schmeckt es umso besser – so meine Erfahrung.

Zutaten

  • 200 g dunkle Schokolade, grob gehackt
  • 3 EL Maisstärke
  • 300 ml Hafermilch
  • 5 frische Eier, getrennt und bei Raumtemperatur
  • 1/2 TL Weißweinessig als Ersatz für Creme de Tartre
  • 100 g Zucker
  • 1 TL frisch geriebene Orangenschale
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • Über die Zutaten

    Die Mengen habe ich reduziert um etwa 30 Prozent, weil entweder auf den Geschmack oder die Konsistenz zu achten ist und weniger ist manchmal mehr. Das Entfernen von Creme de Tartre und Ersetzen durch Weißweinessig spart den seltenen Einkauf und funktioniert großartig durch den leicht sauren pH-Wert, der das Eiweiß stabilisiert. Weiße Schokolade geht hier gar nicht wegen der fehlenden Bitterkeit, die nötig ist für das Aroma. Wenn kein frisches Eiweiß verfügbar ist, Kondensmilch garantiert keinen Erfolg. Die Mandeln sind kein Pflichtteil – fein gehackt oder gemahlen eine Texturoption. Die Maisstärke ist ein absoluter Must-have für glutenfrei, aber ich habe für Notfälle auch Kartoffelstärke als Ersatz ausprobiert – Resultat schmeckt etwas leichter. Hafermilch bringt Cremigkeit ohne Gluten, Mandelmilch etwas nussigen Unterton. Die Orangenschale sorgt für einen Zitronengruß im Duft und ist mein persönliches Geheimnis für Tiefe.

    Zubereitung

  • Gitter in der Ofenmitte platzieren. Backofen auf 185 Grad vorheizen. 6 bis 8 Ramequins mit Butter ausstreichen, dann gleichmäßig mit feinem Zucker bestreuen – in die Ecken und Wände, wichtig für den Effekt beim Aufgehen. Kalt stellen, damit Butter fest bleibt und Zucker haftet.
  • Schokolade in eine große Schüssel geben. Dabei nicht zu fein hacken, für Rustikalität in der Textur gern leicht grobe Stücke lassen.
  • Maisstärke in Hafermilch glatt rühren, dann langsam in einen Topf geben. Unter ständigem Rühren auf mittlerer Hitze fast zum Kochen bringen, Achtung, dass es nicht anbrennt – typisch ist der Geruch von eingedickter Milch mit Stärke. Kurz noch weich köcheln, bis die Mischung zähflüssig wird, etwa 40 Sekunden.
  • Heiße Maisstärke-Milch sofort auf die Schokolade gießen, 2 Minuten stehen lassen, kein Rühren – das ist kein Käsefondue. Ganze Ruhe, dann erst mit einem Spatel sachte umrühren, bis sich alles verbindet und glänzt, samtig fast.
  • Jetzt Orangenschale und gemahlene Mandeln unterheben, das bringt Frische und leichtes Backaroma, nicht zu viel, sonst wird es klebrig.
  • Eigelbe einfalten, dabei nicht zu schnell, zügig, damit die Mischung kernig bleibt, nicht zu cremig wird.
  • In einer separaten, fettfreien Schüssel Eiweiß mit dem Weißweinessig steif schlagen – nicht zu trocken, eher glänzend, noch leicht fluffig. Zucker nach und nach einrieseln lassen, weiter schlagen, bis Spitzen fest aber nicht trocken sind.
  • Das Steifgeschlagene zu einem Drittel unter die Schokoladenmasse heben, um sie zu lockern. Vorsichtig, mit einem Teigschaber ausschwenken, keine wilden Bewegungen, sonst fällt die Luft raus.
  • Restliches Eiweiß vorsichtig in zwei Portionen unterheben. Wichtig: Den Teig nicht übermixen, sonst bricht das Volumen zusammen, aber alle Eiweißfäden müssen verschwinden.
  • Ramequins bis zum Rand füllen. Mit dem Finger einen kleinen Graben entlang des Randes ziehen, das erleichtert das Aufgehen und verhindert Risse.
  • Ränder säubern, weil Überschuss verbrennt und bitter wird.
  • Soufflés auf ein Backblech stellen. In den Ofen schieben. Backzeit ca. 18 bis 22 Minuten – nicht nach Uhrzeit gehen, sondern nach Höhe der Soufflés. Sie sollten mindestens 2,5 cm über die Form hinausragen und eine feste, aber fedrige Kruste haben.
  • Ofentür nicht öffnen während des Backens! Sonst fallen sie zusammen.
  • Aus dem Ofen nehmen, sofort servieren, denn sie fallen rasch zusammen. Innen weich, außen leicht knackig. Am besten mit einem Löffel abheben und direkt genießen.
  • Notlösung, falls Soufflés zu schnell fallen: Backzeit verkürzen und weniger Eiweiß verwenden. Oder vor dem Servieren noch kurz unter den Grill, Achtung – verbrennen leicht.
  • Statt Hafermilch funktioniert auch Mandelmilch, aber Original schmeckt mit Milch etwas runder. Maisstärke kann durch Kartoffelstärke ersetzt werden, dünnflüssiger wird es dann.
  • Wenn keine gemahlenen Mandeln, dann fein gehackte Pistazien, für nussige Knuspertexture.
  • Zubereitungstipps

    Beobachten statt Timer starr folgen. Die Schokolade niemals mit kochender Gewalt rühren – am besten die Stärke-Milch-Mischung fast kochend über die Schokolade gießen, stehen lassen, dann behutsam rühren. Sonst fängt alles an zu klumpen oder wird körnig. Beim Eischnee die Spitzen genau prüfen: weich für den Anfang, dann stabil, aber nicht zäh – sonst reißt der Teig. Beim Zusammenschlagen des Eischnees mit Schokoladenmasse vorsichtig sein, es ist der Trick für das Volumen. Lieber mehrere kurze Hebebewegungen, als ein langer Rührschlag. Die Vorbereitung der Förmchen ist entscheidend – kalte Butter plus Zucker als Haftmittel gespeichert, damit Soufflé hoch und gerade aufgeht. Beim Backen die Ofentür schließen; Soufflés sind empfindlich gegen Temperaturschwankungen. Garprobe über Höhe, Färbung und Konsistenz erkennen. Wird die Oberfläche zu dunkel, Ofen herunterschalten oder früher rausnehmen. Geht schnell runter, dann im Eilverfahren genüsslich essen, sonst Kompetenz-Frust.

    Küchentipps

    • 💡 Die Maisstärke gut einrühren in der Hafermilch und dann langsam erhitzen. Zu hohe Temperaturen sind nicht gut. Kurz köcheln lassen bis zähflüssig. Widerstand ist wichtig. Korrekt, das Aroma kommt. Optische Veränderung: wird dick.
    • 💡 Küchenwerkzeuge sind entscheidend; alles sollte fettfrei sein. Eiweiß in einer sauberen Schüssel schlagen. Schwankungen im Eischnee vermeiden. Glänzen ist wichtig. Brechen gern bei Übermixen – nicht gut für Volumen.
    • 💡 Ramequins mit kalter Butter gut einstreichen und sofort mit Zucker bestreuen. Zucker haftet besser beim Kühlen. Achte auf die Ränder. Bei Reinigung nicht schleifen. So verhindert man Verbrennungen.
    • 💡 Verändert sich die Schokoladenmasse bei Übermixen, das Volumen leidet. Vor dem Füllen der Förmchen sollte die Mischung stabil, aber nicht zäh sein. Wenn nicht, wird’s schwer.
    • 💡 Backzeit ist variabel. Immer nach der Höhe schauen, nicht nach der Zeit. Über 2,5 cm ist optimal. Sie sollen außen fest und innen weich sein. Aufpassen – Ofentür nicht öffnen. Geht schnell runter.

    Häufige Fragen

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