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Schweinefleisch Ingwer Pfanne

Schweinefleisch Ingwer Pfanne

Von Marlena

Eine würzige Schweinelendenpfanne, mariniert in einer Mischung aus Reiswein, Sojasauce und frischem Ingwer. Angebraten in Öl bis die Fleischstreifen eine goldene Kruste bekommen, dann mit einer reduzierten Sauce überzogen. Serviert wird das Ganze auf Reis mit gedünstetem Pak Choi. Variationen nutzen Apfelessig statt Reisessig, Sesamöl für mehr Aroma oder Knoblauch durch Frühlingszwiebeln ersetzen. Die Marinierzeit sorgt für Geschmackstiefe und Zartheit. Der Trick liegt im schnellen Anbraten in mehreren Portionen, sonst wird das Fleisch zu gekocht statt gebraten. Das Ergebnis: aromatisch, saftig und mit der typischen Ingwer-Schärfe.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 15 min
Gesamt: 40 min
Portionen: 4 Portionen
#asiatische Küche #schnelle Rezepte #Fleischgerichte
Manche sagen, schnell angebratene Schweinelende mit Ingwer ist eine Kunst für sich. Ich habe einige Versuche gebraucht, bis das Fleisch zart blieb und die Ingwersauce nicht zu scharf, sondern ausgewogen war. Die Marinierzeit ist dabei kein Luxus. Das Fleisch zieht den Geschmack von Sojasauce, Reiswein und Apfelessig richtig tief ein – und auch der frische Ingwer entfaltet erst nach ein paar Stunden seinen Kick. Ein klassisches Problem: zu dicht in der Pfanne. Dann geben die Fleischstücke Wasser ab, statt zu bräunen, das Ergebnis ist mehr geschmort als sautiert. Die Lösung: Portionenweise braten in richtig heißem Öl. Auch wichtig, die Sauce langsam auf Sirup reduzieren lassen. So dickt sie ein, verbindet sich mit dem Fleisch und bleibt dabei glänzend, keine pappige Konsistenz. Etwas Frühlingszwiebel statt Knoblauch bringt eine frische Note, meine Erfahrung zeigt, wie kleinste Änderungen Einfluss auf das Gesamtbild haben. Dazu Pak Choi – der bringt Frische und Biss, kontert die würzige Sauce. Ein einfaches Gericht, doch mit Feinheiten, die sich einprägen und die man spürt, wenn man es richtig macht.

Zutaten

  • 150 ml (⅔ Tasse) trockener Reiswein
  • 50 ml (3 Esslöffel) dunkle Sojasauce
  • 25 ml (1½ Esslöffel) fein geriebener frischer Ingwer
  • 25 ml (1½ Esslöffel) Apfelessig
  • 2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 600 g Schweinelende, fettfrei, quer in dünne Streifen geschnitten
  • 50 ml (3½ Esslöffel) Erdnussöl
  • Über die Zutaten

    Bei der Auswahl des Öls eignet sich Erdnussöl hervorragend wegen des neutralen Geschmacks und der hohen Hitzebeständigkeit. Rapsöl ist ein brauchbarer Ersatz. Für die Säure tut es auch Apfelessig statt Reisessig; aber nicht zu viel, sonst kippt der Geschmack in unangenehme Richtung. Beim Fleisch sollte man schlanke, fettfreie Schweinelende benutzen – das Fett gibt zwar Geschmack, macht die Pfanne aber schnell schwer und ölig. Wenn es doch etwas mehr Geschmack sein darf, ein bisschen Sesamöl (1 TL) zum Schluss in die Sauce geben, nicht zum Braten, sonst verbrennt es sofort. Die Marinade lässt sich gut vorbereiten, wer plant, legt das Fleisch über Nacht ein, wird noch besser. Für die Frische sorgt geriebener Ingwer, Pulvingingwer schmeckt zwar, ist aber nicht dasselbe, weniger lebhaft, manchmal leicht schwammig.

    Zubereitung

  • Marinade vorbereiten: Reiswein, Sojasauce, Ingwer, Apfelessig und Frühlingszwiebeln in einer Schüssel vermischen. Pfeffer nach Geschmack dazu. Schweinefleisch in die Marinade legen, gut vermengen. Mindestens 2 Stunden kalt stellen, länger gerne besser, damit sich die Aromen entfalten und das Fleisch zarter wird.
  • Fleisch aus der Marinade nehmen, gut abtropfen lassen, Marinade nicht wegschütten. Fleisch in 2 bis 3 Portionen portionsweise bei hoher Temperatur im Erdnussöl scharf anbraten – Finger weg vom Überfüllen der Pfanne, sonst dämpft das Fleisch nur. Es soll richtig brutzeln, hören, wenn sich erste goldbraune Ränder zeigen. Die Garzeit ist gering, meist reichen 3-4 Minuten pro Portion. Fleisch zwischendurch rausnehmen und warmstellen, zum Beispiel im ausgeschalteten Ofen.
  • Marinade in die Pfanne geben, Hitze reduzieren und einkochen lassen, bis die Sauce dicklich, glasig und sirupartig wird. Schwenken, oft umrühren, damit sie nicht anbrennt. Das dauert etwa 7-10 Minuten, je nach Pfanne und Hitzequelle.
  • Fleisch zurück in die Pfanne geben, gut mit Sauce vermengen, kurz erwärmen. Darauf achten, dass das Fleisch nicht mehr lange in der Hitze steht, sonst wird es zäh und trocken.
  • Servieren auf frisch gekochtem Jasmin- oder Basmatireis. Dazu passt gedünsteter Pak Choi oder auch Chinakohl. Das grüne Gemüse neutralisiert den intensiven Geschmack der Sauce.
  • Tipp: Wenn kein frischer Ingwer greifbar, kann man auch Ingwerpulver nehmen, etwa 1 Teelöffel; bei Knoblauch statt Frühlingszwiebeln funktioniert normaler Knoblauch, aber bitte fein hacken und etwas weniger, damit es nicht dominiert.
  • Zubereitungstipps

    Beginne mit gut marinierter Schweinelende, die Marinierzeit ist entscheidend für den Geschmack und die Zartheit. Beim Anbraten unbedingt starke Hitze und kleine Portionen einhalten – merkt man am Zischen und der rauchenden Pfanne. Fleisch soll gebräunt, aber nicht durchgegart sein. Ein häufiger Fehler ist, alles auf einmal in die Pfanne zu werfen, was nur Dampf erzeugt. Die Sauce reduzierst du niedrig und langsam; sie soll dickflüssig, glänzend sein, nicht verklebt. Durch häufiges Rühren verhinderst du Ansetzen oder Anbrennen. Fleisch zum Schluss nur noch kurz in die Sauce geben, so bleibt es saftig. Als Begleiter passt Reis hervorragend, das Gemüse entweder kurz gedünstet oder im Wok mit wenig Öl angebraten – so bleibt es knackig. Mit diesen Tricks hast du mehr Kontrolle über Geschmack und Textur, zuverlässige Ergebnisse auch bei größerem Volumen.

    Küchentipps

    • 💡 Die Marinade ist entscheidend. Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht. Aromen ziehen tief ein. Wenn es zu kurz ist, schmeckt es fad. Auf die Temperaturen achten, damit das Fleisch brutzelt, nicht dämpft. Teilweise braten. Das sorgt für schöne Röstaromen.
    • 💡 Erdnussöl hat hohe Hitzebeständigkeit. Alternativ Rapsöl verwenden. Aber kein Olivenöl. Das verbrennt zu schnell. Für mehr Aroma etwas Sesamöl hinzufügen. Gut dosieren, sonst wird's zu dominant. Einmal goldbraun, das Fleisch warmhalten. Backofen ist da perfekt.
    • 💡 Auf die Sauce achten. Sie sollte dick, glasiert sein. Langsam reduzieren, häufig umrühren damit nichts anbrennt. 7-10 Minuten sind ideal. Zu viel Hitze=angebrannt. Überprüfe die Konsistenz mit einem Löffel. Wenn sie anhaften bleibt, perfekt.
    • 💡 Mein Trick: Frühlingszwiebeln geben Frische. Anstelle von Knoblauch. Knoblauch ist gut, aber kann ersticken. Die Marinade lässt sich gut anpassen. Apfelessig geht auch. Vielleicht etwas weniger, sonst wird's zu sauer. Dazu gedünsteter Pak Choi oder Chinakohl für den Biss.
    • 💡 Wenn kein frischer Ingwer verfügbar, Ingwerpulver funktioniert, aber besser frischer Ingwer. Da ist der Biss. Ich empfehle 1 TL wenn nötig. Endlich: Portionen, damit alles bei hoher Hitze brutzeln kann. Sonst nur Dämpfen.

    Häufige Fragen

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