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Schweinemedaillons mit Kirsch-Gewürzsauce

Schweinemedaillons mit Kirsch-Gewürzsauce

Von Marlena

Schweinemedaillons aus Schweinefilet werden kurz angebraten und in einer reduzierten Sauce aus Sauerkirschen, Rotwein und exotischen Gewürzen serviert. Die Sauce enthält neben Sternanis und Fünf-Gewürze-Pulver auch etwas Zimt, was eine warme Note erzeugt. Karottenwürfel und Schalotten bringen Süße und Rundung, der Bratensatz sorgt für Tiefe. Die Sauce wird sämig mit Butter montiert. Ideal zu gedämpftem Reis oder Wurzelgemüse. Variationen mit frischen Kirschen oder Preiselbeeren möglich. Sauce kann durchs Sieben feiner gemacht werden. Schnell, aromatisch, mit kleinen Fallen beim Anbraten – Saftigkeit nicht verlieren, Temperatur kontrollieren.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 30 min
Gesamt: 55 min
Portionen: 2 Portionen
#Fleischrezepte #schnelle Küche #französische Küche
Immer wieder probiert, wie man zartes Schweinefilet mit fruchtiger Sauce gut kombiniert. Das Problem: Medaillons werden gerne trocken und Sauce oft zu süß oder zu dünnflüssig. Die Kirsch-Gewürz-Mischung bringt Spannung, vor allem mit dem Sternanis und Zimt – unerwartete Wärme. Der Trick ist, das Fleisch nicht zu lange zu braten und die Sauce langsam einzukochen, damit sich das Aroma entfaltet. Auch Karotten geben eine feine Süße und Textur. Das Filet erst vor dem Servieren würzen – sonst trocknet es schnell. Beim Reduzieren gilt es, das Sirupartige zu erkennen – das passiert, wenn der Reduktionsgrad stimmt, man riecht es auch. Es ist eine Komposition aus mehreren Techniken, die zusammen zum Ergebnis führen, nicht bloß schnelle Arbeit.

Zutaten

  • 400 g Schweinefilet
  • 80 g Mehl zum Wenden
  • 200 ml Sauerkirschen (Glas), Saft separat 200 ml
  • 50 g Butter
  • 10 ml Olivenöl
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 50 g gewürfelte Karotten
  • 100 ml trockener Rotwein
  • 2 Sternanis
  • 350 ml dunkle Kalbsfondsuppe
  • 1/4 TL Zimt gemahlen
  • 1/4 TL Fünf-Gewürze-Pulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer
  • Über die Zutaten

    Die Gewichtsangaben hier leicht reduziert gegenüber klassischer französischer Rezepte, die meist großzügiger sind. Mehl zum Wenden ist wichtig, aber nicht zu viel, sonst wird die Panade zu dick, Fleisch verliert seine Zartheit. Kalbsfond gibt Geschmackstiefe, kann aber auch durch eine kräftige Gemüsebrühe ersetzt werden; sollte aber nicht zu wässrig sein. Die Gewürze sind variabel: Sternanis unbedingt, Zimt gibt die überraschende Wendung, Fünf-Gewürze-Pulver passt gut, kann durch gemahlenen Sternanis plus Nelke ersetzt werden. Butter gibt der Sauce die nötige Bindung und den Glanz, und Olivenöl hilft, die Medaillons scharf anzubraten, ohne dass die Butter verbrennt. Diese Mischung macht den Unterschied und gibt Flexibilität beim Kochen.

    Zubereitung

  • Filet in 5 dicke Medaillons schneiden, jedes leicht plattdrücken mit der flachen Hand. Mehl auf Teller zum Wenden vorbereiten. Kirschen abtropfen, Saft auffangen, beides getrennt stellen.
  • Pfanne mittelhoch erhitzen, 2/3 Butter und Öl zusammengeben. Medaillons rundum anbraten. Sie sollen außen eine leichte Kruste bekommen, innen noch rosa bleiben, etwa 3–4 Minuten pro Seite. Salzen, pfeffern und Medaillons auf warmem Teller ruhen lassen, mit Alufolie abgedeckt.
  • Im Bratensatz Schalotten, Knoblauch und Karotten andünsten, bis Schalotten glasig, leicht bräunlich. Mit Rotwein ablöschen, dann den Kirschsaft dazugeben. Sternanis einlegen. Reduzieren lassen, bis fast sirupartig, ca. 10 Minuten – hier auf die Konsistenz achten, nicht nur auf Zeit.
  • Kalbsfonds, Zimt, Fünf-Gewürze und Lorbeerblatt hinzufügen. Auf kleiner Flamme auf ca. zwei Drittel einkochen lassen, tiefere Aromen entfalten sich so. Tipp: Sauce bei Bedarf durch Sieb passieren für samtige Textur.
  • Abgetropfte Kirschen unterrühren, kurz erhitzen (1 Minute), Butter restlich mit Schneebesen einarbeiten, damit die Sauce glänzt und bindet. Abschmecken mit Salz, Pfeffer – hier gern mutig sein, da Kirsche süß-säuerlich wirkt.
  • Medaillons zurück in Pfanne oder direkt auf Teller geben, großzügig Sauce darüber verteilen. Mit gedämpftem Reis oder knackigem Gemüse servieren.
  • Wichtig: Nicht zu stark anbraten, sonst wird das Fleisch trocken. Sauce lieber langsam reduzieren, so verbrennt sie nicht. Karottenwürfel können gegen Sellerie oder Pastinake ersetzt werden, für andere Aromen. Für frische Kirschen gleiche Menge, Saft frisch auffangen, Zucker nach Geschmack.
  • Wenn kein Kalbsfond verfügbar, substituieren mit Rinderbrühe plus etwas Rotwein aufgießen, schmeckt auch gut, aber intensiver Fond bringt Tiefe.
  • Nach Erfahrung: Butter erst zum Schluss zur Sauce, sonst verliert sie Aroma. Medaillons erst salzen kurz vor oder während Anbraten, sonst austrocknen.
  • Dicke Royalkirschen können auch für mehr Textur rein, bei zu süßen Früchten die Säure mit Zitronensaft balancieren.
  • Zubereitungstipps

    Nicht stur nach Zeit arbeiten – das Fleisch entscheidet. Die Medaillons sollten beim Anbraten nur eine leichte Kruste bekommen, innen saftig bleiben. Dusche an Mehl nur mit Gefühl, es soll Fleisch schützen, aber nicht klumpig werden. Schwarzgebrannte Stellen tun nicht gut. Beim Reduzieren der Sauce ab und zu probieren – im Idealfall fühlt es sich sirupartig am Löffel an und duftet intensiv. Mit Buttermontieren nicht übertreiben; wenn die Sauce zu heiß ist, gerinnt die Butter und ruiniert die Textur. Die Sauce kann vorher durch ein feines Sieb gestrichen werden, dann wird sie samtiger. Die Kirschen hinzufügen nur kurz vor Ende, um ihre Frische zu behalten. Lorbeerblatt und Sternanis werden vor dem Servieren entfernt. Ideal, wenn man sich langsam an die Gewürze herantastet, so bleibt ein guter Balance zwischen süß, sauer, würzig und dezent scharf.

    Küchentipps

    • 💡 Immer wieder – Temperatur kontrollieren. Mache das Fleisch nicht zu heiß. Ideal ist eine mittlere Hitze. Kruste ja, trocken nein.
    • 💡 Die Kirschen gut abtropfen lassen. Saft auffangen! Verwende frische oder TK-Kirschen, aber achte auf den Zuckergehalt. Alter Wein? Unbedingt rot, aber trocken.
    • 💡 Butter zum Schluss einrühren. So bindet die Sauce und glänzt. Bei zu hoher Temperatur wird die Butter bitter - nicht übertreiben.
    • 💡 Sauce redizieren auf die richtige Konsistenz. Sirupartig soll sie werden. Probieren nicht vergessen. Aromen entwickeln sich, während sie kocht.
    • 💡 Wenn kein Kalbsfond vorhanden, Rinderbrühe kombinieren. Das bringt Tiefe, aber Achtung: etwas Rotwein dazu. Nicht zu dominant.

    Häufige Fragen

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