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Sole-Kartoffel-Gratin

Sole-Kartoffel-Gratin

Von Marlena

Feine Kabeljau-Alternative mit Lauch und Waldpilzen, in cremiger Sauce mit gedünsteten Spinatblättern und einer Prise Muskat, im Ofen langsam gegart, bis Kartoffeln weich sind und Fisch zart zerfällt. Verzicht auf klassischen Wein, stattdessen leichter Apfelessig für Tiefe. Die Butter wird durch Olivenöl ersetzt, ergibt harmonischen Geschmack ohne zu schwer zu werden. Voller Geschmack, ohne Mehl oder Eier, kein Gluten, keine Nüsse. Eine Variante, die für Kenner Alternativen zum Standard bietet und Tricks zeigt, den Gargrad der Kartoffeln und des Fisches sicher zu überprüfen.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen: 6 Portionen
#Kategorie #Saison #Gesund
Kartoffelgratin mit Fisch kenn ich aus unzähligen Varianten, doch die Zugabe von Lauch und Waldpilzen bringt Tiefe, die oft fehlt. Apfelessig ersetzt Weißwein, bringt Säure und Wärme, ohne den Geschmack zu dominieren. Für die richtige Konsistenz der Kartoffeln achte ich auf dünne Scheiben und genug Zeit im Ofen – sie müssen fast durch sein, bevor der Fisch draufkommt, sonst sind die Texturen unausgeglichen. Mein Trick: Immer noch etwas Creme dazugeben, damit nichts austrocknet. Ein Klassiker wird hier leicht abgewandelt, um Heftrigkeit zu vermeiden und ein leichteres Gericht auf den Tisch zu bringen. War früher skeptisch, was Gemüse wie Pilze in so einem Gericht angeht, aber das funktioniert hervorragend, gibt erdige Noten und feuchte Balance.

Zutaten

  • 2 Stangen Lauch, gut gewaschen, in dünne Ringe geschnitten
  • 50 ml Olivenöl kaltgepresst
  • 1 Liter frischer Babyspinat, grob gehackt
  • 60 ml Apfelessig statt Weißwein
  • 125 ml Gemüsebrühe als leichtere Alternative zu Hühnerbrühe
  • 250 ml Sahne mit 15% Fett
  • 6 mittelgroße Kartoffeln geschält und in dünne Scheiben geschnitten
  • Frisch geriebene Muskatnuss nach Geschmack
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 700 g Kabeljaufilets anstelle von Sole
  • 60 ml frische Petersilie fein gehackt
  • 100 g Waldpilze (z.B. Steinchampignons), grob gehackt und unter die Spinatmischung
  • 1 kleine Schalotte fein gewürfelt, für mehr Aroma in der Sauce
  • Über die Zutaten

    Lauch kann durch Frühlingszwiebeln ersetzt werden, wenn keine zur Hand sind – Geschmack etwas frischer, weniger süß. Für die Sahne tut es auch eine vegane Alternative, etwa Hafer- oder Sojasahne, wenn Milchprodukte gemieden werden. Statt Kabeljau funktioniert auch Seelachs oder Heilbutt. Fein gewürfelte Schalotten gegen Zwiebeln tauschen spart Zeit, aber gibt weniger Süße. Die Kartoffeln schäle unbedingt dünn – dicke Schalen beeinträchtigen den Garpunkt und machen das Mundgefühl holprig. Pilze frisch, gut sauber gebürstet, nicht gewaschen, da verlieren sie Aroma und Wasser zieht ins Gericht. Olivenöl gibt gesündere Fettsäuren als Butter, geschmacklich neutralisiert es nicht, gibt fruchtige Noten.

    Zubereitung

  • Backofen auf 175 Grad vorheizen. Die Temperatur ein paar Grad runter, nie zu heiß, sonst trocknet das Ganze aus.
  • In einem flachen Topf das Olivenöl erhitzen. Den Lauch und die Schalotten darin bei mittlerer Hitze andünsten, fünf bis sieben Minuten, bis sie glasig sind, aber nicht braun. Wichtiger Punkt: Nicht zu heiß, sonst karamellisieren sie zu schnell und werden bitter.
  • Spinat und Pilze dazugeben. Vorsichtig umrühren, bis der Spinat fällt und die Pilze etwas Farbe bekommen, circa drei bis fünf Minuten. Dann den Apfelessig einrühren und kurz einkochen, um die Säure abzumildern.
  • Gemüsebrühe und Sahne dazugeben, mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Aufkochen lassen. Dann die Kartoffelscheiben unterheben, alles gut vermischen, damit jede Scheibe etwas Flüssigkeit abbekommt.
  • Jetzt alles in eine große, feuerfeste Form geben, mit Deckel oder Alufolie bedecken. In den Ofen schieben. Ca. 35 bis 45 Minuten backen, je nachdem wie dick die Kartoffelscheiben sind. Tipp: Mit einer Gabel zwischendurch testen, Kartoffeln sollten fast weich sein, aber nicht zerfallen.
  • Aus dem Ofen nehmen. Fischfilets salzen und pfeffern, auf die Kartoffel-Gemüse-Mischung legen. Offen zurück in den Ofen geben und weitere 15 bis 20 Minuten garen, bis der Fisch leicht schuppig und durch ist. Nicht zu lange, sonst wird er trocken.
  • Kurz vor dem Servieren die Petersilie darüber streuen. Schmeckt gut mit einem frischen grünen Salat und knusprigem Baguette.
  • Falls die Sauce zu dünn bleibt, kann man ein paar Minuten vor Ende der Garzeit den Deckel abnehmen und den Auflauf offen ziehen lassen, so reduziert sich die Flüssigkeit etwas und die Oberfläche bekommt einen angenehmen Glanz.
  • Zubereitungstipps

    Das Andünsten von Lauch und Schalotten ist entscheidend – glasig, weich, aber nicht braun, das bringt Süße ohne Bitterkeit. Spinat und Pilze gib früh dazu, damit Flüssigkeit austritt und eine sämige Basis entsteht. Apfelessig erst nach dem Gurken des Spinats zugeben, damit die Säure sanft bleibt. Kartoffelscheiben sollten gleichmäßig dünn geschnitten sein, damit sie gleichzeitig garen können – zu dick oder ungleich und Teile bleiben hart. Deckel hilft Feuchtigkeit zu halten, ohne ihn kocht die Flüssigkeit zu schnell weg und Kartoffeln trocknen aus. Vor dem finalen Fisch-Auflegen sicher sein, dass die Kartoffeln fast gar sind, sonst ergibt es keinen Spaß. Fisch nur leicht würzen, sein Eigengeschmack soll glänzen. Im letzten Backabschnitt aufpassen, nicht zu trocken garen. Abschließend frische Petersilie sorgt für Farbe und Aroma, nicht zu früh zugeben, sonst verliert sie Farbe.

    Küchentipps

    • 💡 Fische bei der Wahl sind wichtig. Kabeljau ist super, aber auch Seelachs passt gut. Frische oder tiefgefrorene Varianten? Beide funktionieren. Lauch gut waschen. Er kann dreckig sein, beim Schneiden saftet er viel. Beim Andünsten aufpassen, dass er nicht zu braun wird. Das gibt Bitterkeit. Petersilie erst ganz zum Schluss dazu, um die Farbe zu bewahren.
    • 💡 Kartoffelscheiben gleichmäßig dünn schneiden. Dicke Stücke garen nicht gleich. Wenn Sie eine Mandoline haben, nutzen Sie sie. Wenn nicht, mit einem scharfen Messer. Vor allem keine dicken Krusten lassen. Gemüsebrühe für weniger Kalorien. Es geht auch mit Wasser, aber dann wenig Geschmack. Flüssigkeit kurz eindicken lassen vor dem Fisch auflegen, damit alles harmonisch bleibt.
    • 💡 Die Garzeit abhängt natürlich von der Dicke der Kartoffeln. Ich nutze eine Gabel, um zwischendurch zu testen. Wenn fast weich, zur Ruhe bringen, bevor der Fisch kommt. Die Zugabe von Apfelessig ist genial, bringt Säure, aber dominiert nicht den Fisch. Beim Fisch genau aufpassen, garen, nicht übergaren. Wenn Fisch aussieht, dass er etwas glänzt, ist er meist perfekt.
    • 💡 Falls die Sauce zu dünn ist, einfach Deckel abnehmen. Es reduziert kurz vor Schluss die Flüssigkeit. Kartoffeln so bleiben saftig. Aber aufpassen, dass sie nicht zu trocken werden. Auch wenn die Kartoffeln nicht den perfekten Gargrad haben, wird das hinbekommen. Unter Umständen etwas Wasser oder Brühe nach Schütten in der letzten Phase, um alles geschmeidig zu halten.
    • 💡 Wenn Sie Zeit haben, bereiten Sie das Gratin am Vortag vor. Dann zieht es besser durch, die Aromen vereinen sich. Aufwärmen ist dann leicht, im Ofen einfach kurz garen. Küchen sind manchmal chaotisch, daher kann es besser sein, einige Zutaten bereits vorbereitet zu haben. Aus Erfahrung kann auch das Kochen mehr Spaß machen, weniger Stress.

    Häufige Fragen

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