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Spargel mit Senfvinaigrette

Spargel mit Senfvinaigrette

Von Marlena

Eine frisch zubereitete Spargelvariante mit knackiger Textur, feiner Senfnote und leicht säuerlicher Vinaigrette. Verändert klassische Mengen, ersetzt gekochtes Ei durch Radieschen für Frische und süß-saure Zuckererbsen statt Cornichons. Betonung auf sensorische Kontrolle beim Garen der Spargelstangen für perfekten Biss. Unterschiedliche Arbeitsschritte neu sortiert, mit Tipps zur Fehlervermeidung und Alternativen bei Zutatenmangel.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 5 min
Gesamt: 30 min
Portionen: 4 Portionen
#vegetarisch #frühlingsküche #einfach
Spargel gehört für mich zu den Frühlingstopfprodukten, die pur schon wahnsinnig viel Stimme im Gericht haben – knackig, süßlich, frisch. Das Problem: zu lange garen oder schlechte Vinaigrette macht alles matschig oder langweilig. Deshalb habe ich lange herumgetüftelt, wie man mit minimalem Aufwand den Spargel auf den Punkt bringt und dabei eine frische und doch komplexe Sauce mitbringt. Die klassische Kombination mit Ei und Cornichons habe ich modifiziert – schwer, manchmal zu dominant. Stattdessen Radieschen und Zuckererbsen für knackige Frische, die sich im Mund spannend anfühlt, nie überfährt. Die Texturen zusammen ergeben eine Kombination, die Lust auf den Frühling macht und unkompliziert gleichzeitig ist.

Zutaten

  • 600 g mittelgroßer grüner Spargel, Enden entfernt und geschält
  • 1 Radieschen, in feinen Scheiben
  • 15 ml Weißweinessig
  • 7 ml grober Senf
  • 60 ml Olivenöl oder neutrales Pflanzenöl
  • 20 g Zuckererbsen, fein gewürfelt
  • Salz und schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
  • Über die Zutaten

    Im Original wird weißer Spargel verwendet mit hartgekochtem Ei und Cornichons. Ich habe bewusst die Spargelmenge erhöht und setze grüne Stangen ein, da ich persönlich die intensivere, würzigere Note vorziehe. Ein Radieschen statt eines Eis liefert eine angenehme Frische und weniger Schwere. Zuckererbsen ersetzen die kleinen Cornichons; sie sind leichter süßlich, milder und geben trotzdem Crunch. Bei der Vinaigrette ist Olivenöl erlaubt, aber neutrales Öl eignet sich besser, um den Senf in den Vordergrund zu stellen. Wer keine Zuckererbsen bekommt, kann auch kleine Gewürzgürkchen fein würfeln – darauf achten, nicht zu viel Flüssigkeit mit reinzunehmen. Wichtig genug Salz und Pfeffer, Sonst bleibt die Vinaigrette langweilig.

    Zubereitung

  • Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen, ordentlich salzen, Spargelenden prüfen. Spargel hineingeben, Blubbern sollte kräftig sein. Achte darauf, dass Spargel nach 2 bis 3 Minuten eine zarte aber feste Konsistenz hat. Nicht weich werden lassen! Am besten mit einer Gabel probieren, sollte leicht nachgeben, aber nicht matschig sein.
  • Spargel herausnehmen, sofort auf einem sauberen Küchentuch oder Küchenpapier abtropfen und leicht trocken tupfen. Idee: Ein bisschen abrupte Hitzeentzug festigt die Struktur und sorgt für knackiges Mundgefühl.
  • Essig und Senf gründlich im kleinen Rührgefäß verrühren, am besten mit einer kleinen Schneebesen oder Gabel. Öl langsam einträufeln und dabei kräftig vermengen – so entsteht eine cremige, aber noch leichte Emulsion. Wer zu schnell das Öl gibt, riskiert eine geronnene Sauce – passiert schnell und verdirbt die Textur.
  • Radieschenscheiben und Zuckererbsen unterrühren, für einen frischen Biss und leicht süßliche Note. Diese Zutaten ersetzen klassisch das Ei und Cornichons – beide bringen Knackigkeit und Säure, sind aber nicht für jeden verfügbar oder gewünscht.
  • Den Spargel in einer großen Schüssel mit etwa der Hälfte der Vinaigrette sanft vermengen. Nicht schwenken wie Salat, sondern vorsichtig wenden – pellt schnell ab und Sonst fehlt die schöne Struktur außen. Schmecke ab, eventuell Salz und Pfeffer nachführen.
  • Anrichten auf einem flachen Servierteller. Restliche Vinaigrette über den Spargel träufeln, mit Radieschen und Zuckererbsen garnieren – harmonische Farben, knackige Texturen. Unbedingt frisch servieren, Spargel schmeckt schnell muffig, wenn er zu lange steht.
  • Wer kein Einsteiger bei Vinaigrette ist: Viskosität prüfen und notfalls mit einem Spritzer Wasser anpassen. Zu dickflüssig, zerreißt die Sauce beim Anrichten, zu dünn – fließt alles unten raus.
  • Zu bedenken: Spargel kann schnell bitter werden, wenn zu lange im Kochwasser verweilt. Lieber weniger, dafür öfter probieren. Oft unterschätzt wird auch der Unterschied zwischen geschälten und ungeschälten Stangen: dünne Stangen nur leicht schaben, dicke richtig schälen. Sonst Fasern und Holziges bitter am Gaumen.
  • Fazit nach zig Versuchen: Spargel darf nie ertappt werden, wie er matschig wird. Immer hörbar leicht knackend im Biss. Und die Vinaigrette – nie bevorzugt säuerlich, sondern rund mit leichtem Senfaroma. Zuckererbsen und Radieschen bringen mir genau die Frische, die ich klassisch vermisst habe, statt hartgekochtem Ei.
  • Zubereitungstipps

    Spargel garen erfordert höchste Aufmerksamkeit. Besser zu früh raus als zu spät, da die Textur schnell hinüber ist. Salzwasser muss richtig kochen, sonst pennt die Temperatur und alles wird schleimig. Sofort nach dem Kochen trockentupfen und ruhen lassen, das dämpft sich selbst. Beim Mischen mit Vinaigrette nicht zu wild umwälzen, um Brüche der Stangen zu vermeiden. Die Emulsion der Sauce braucht Geduld, Öl langsam zugeben und ständig rühren, sonst trennt sie sich. Radieschen und Zuckererbsen kurz vor dem Servieren dazugeben, sonst verlieren sie Frische und Knackigkeit. Zum Anrichten nehme ich eine flache Platte, so kann man die Farben schön verteilen. Vinaigrette nicht zu sparsam – etwas mehr gibt mehr Geschmack. Falls zu dick, mit Wasser etwas anpassen, nicht überwürzen mit Wein- oder Apfelessig, sonst wird es zu sauer.

    Küchentipps

    • 💡 Wasser richtig salzen – mehr Salz sorgt für besseren Geschmack. Spargel sofort reintun, kochen bis er leicht nachgibt. Aufpasse, dass er nicht matschig wird. Am besten mit Gabel probieren. Zu lange kochen, dann wird's bitter.
    • 💡 Emulsion gut rühren. Öl ganz langsam hinzufügen. Ansonsten trennt sie sich. Wer das zu schnell macht, hat schnell eine grisselige Vinaigrette. Geduld ist hier gefragt. Und richtig zur Schaumschlägerei kommen.
    • 💡 Radieschen am besten frisch dazugeben. Sie verlieren schnell Biss und Farbe, wenn sie zu lange im Rest liegen. Zuckererbsen bringen den nötigen Crunch. Probier nicht zuerst alles fertig zu machen. Lieber alles frisch!
    • 💡 Servieren sofort nach dem Vermengen. Spargel kalt werden lassen, schmeckt schnell nicht mehr gut. Hitzeschock vermeiden, dann bleibt er knackig. Die Vinaigrette weiterhin gleichmäßig verteilen, nicht zu sparsam.
    • 💡 Wenn die Vinaigrette zu dick ist, einfach mit wenig Wasser anpassen. Ansonsten bleibt sie am ersten Stück hängen. Und das will niemand. Auch die Würze nicht vergessen – mit Pfeffer und Salz anpassen. Zu viel macht's bitter.

    Häufige Fragen

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