Aller au contenu principal
A

Spargelcremesuppe mit pochiertem Ei

Spargelcremesuppe mit pochiertem Ei

Von Marlena

Grüne Spargelcremesuppe mit weniger Kartoffeln, Sahne ersetzt durch Joghurt und extra Croûtons mit frischem Thymian. Zwiebeln und Knoblauch angeschwitzt, dann Hühnerbrühe und Sellerie hinzugefügt, Spargelstücke bis kurz gar gekocht. Suppe püriert, durch ein Sieb gestrichen, damit samtig. Spargelköpfe extra geblancht, pochierte Eier mit Essig, cremige Joghurtsuppe, würziger Parmesan sorgt für Tiefe. Perfekte Textur durch Kontrolle der Garzeit und Hitzeregulierung. Würzig, cremig, mit knackigen Croutons und einem Hauch Zitrone als Twist.
Vorbereitung: 35 min
Kochzeit: 35 min
Gesamt:
Portionen: 6 Portionen
#Suppe #vegetarisch #französisch #frischer Spargel
Spargel ist nicht nur Frühling, sondern auch ein Gedicht in der Suppe. Dieses Rezept habe ich mehrfach variiert, weil zu viel Kartoffel die Frische killt und zu dick macht. Ich tauschte das Durchgaren gegen leichteres Dämpfen der Spitzen – die braucht die Suppe separat für Frische und Textur. Und durch Joghurt statt Sahne wird alles leichter, bekommt eine leichte Säure, ohne zu sauer zu sein. Pochierte Eier dazu sind kein Hexenwerk, wenn man den Essig nicht vergisst und auf richtiges Wasser achtet. Croûtons mit Thymian bringen Knusprigkeit und das gewisse Etwas. Ich empfehle den Parmesan grob zu reiben, so bleibt noch etwas Biss und Aroma. Dieses Gericht verlangt nach Kontrolle – Zwischendurch kochen, probieren und nicht blind nach Zeit. Meistens entscheidet das Richtige Gefühl, das du bekommst, wenn das Gemüse perfekt gegart ist. Wer die Suppe sieben will, bekommt ein seidiges Erlebnis. Wer eher rustic mag, lässt die Fasern drin – mit dem extra Biss von Spargelspitzen und geröstetem Brot ein kleines Fest auf dem Teller.

Zutaten

  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 30 ml Butter (ca 2 Esslöffel)
  • 1,25 Liter Hühnerbrühe, selbstgemacht oder gekauft
  • 2 mittelgroße Petersilienwurzel, geschält und in Würfel geschnitten (ersetzt Kartoffeln)
  • 675 g grüner Spargel, holzige Enden entfernt, in 3 cm Stücke geschnitten (Spargelspitzen separat lassen)
  • 150 ml Naturjoghurt 3,5 %, nicht zu flüssig (ersetzt Sahne)
  • 200 ml Wasser
  • 30 ml Weißweinessig
  • 6 Eier, möglichst frisch
  • 6 große Croûtons (Baguette oder Ciabatta), mit frischem Thymianberg grob bestreut und geröstet
  • 150 g gereifter Parmesan, grob gerieben und einige dünne Späne zum Garnieren
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Über die Zutaten

    Petersilienwurzel ersetzt Kartoffeln, weil sie mehr Geschmack gibt und die Suppe nicht so langweilig macht. Joghurt statt Sahne bringt frische Säure und Körper, aber nicht zu fettig. Wenn kein Joghurt da ist, Crème fraîche oder Schmand geht auch. Die Spargelspitzen extra blanchieren und kalt abschrecken, damit Farbe und Struktur bleiben, nicht in der Suppe weichkochen – oft übersehen. Der Essig im Kochwasser sorgt für ein schönes Eiweiß, das nicht zerlaufen will; ein wichtiger Kniff bei pochierten Eiern. Parmesan nicht direkt in der heißen Suppe zu lange stehen lassen, sonst verliert er Aroma und wird zäh. Frischer Thymian auf den Croûtons bringt etwas Erdiges und macht die Suppe interessant. Die Qualität des Parmesans beeinflusst das Endergebnis stark – lieber guten, gereiften nehmen. Wasser kann man auch durch Weißwein ersetzen für extra Aroma, aber Vorsicht bei der Säurebilanz.

    Zubereitung

  • Zwiebel und Knoblauch im Butterbad bei mittlerer Hitze sanft glasig dünsten, nicht zu braun werden lassen, sonst bitter. Geduld zahlt sich aus. Dann die Brühe, Wasser und Petersilienwurzelwürfel dazu, kräftig aufkochen. Blubbern lassen, bis die Wurzel weich, aber nicht zerfallen ist; mit der Gabel prüfen.
  • Jetzt die Spargelstücke bis auf 20 Spitzen hinzufügen und weiter köcheln lassen. In etwa 8 Minuten sollten sie zart, aber immer noch bissfest sein. Achtung, keine Schwäche zeigen, sonst wird die Suppe wässrig.
  • Mit einem Stabmixer oder im Standmixer die Suppe fein pürieren. Ich streiche sie gern durch ein feines Sieb, das macht die Textur richtig elegant und vermeidet die Fasern der Spargel. Dann Joghurt und Parmesan einrühren, nicht mehr kochen lassen, sonst gerinnt der Joghurt. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft.
  • Zwischenzeitlich die Spargelspitzen in sprudelndem Salzwasser 2 bis 3 Minuten blanchieren. Es muss noch knackig sein, aber angenehm zart. Anschließend sofort in Eiswasser abschrecken – so bleiben Farbe und Biss erhalten.
  • Für die pochierten Eier den Essig ins heiße, aber nicht sprudelnde Wasser geben. Drei Eier nacheinander vorsichtig in kleinen Schälchen aufschlagen und sofort ins Wasser gleiten lassen, damit sie ihre Form behalten. Ca 3 Minuten für weiche, leicht fließende Eigelbe. Mit einem Schaumlöffel vorsichtig herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Suppe in tiefe Teller geben, Spitze eines Croûtons mittig platzieren. Ei sanft drauflegen, mit Spargelspitzen und Parmesanchips garnieren. Frischer Thymian kann noch ein bisschen Aroma geben.
  • Wer keinen Joghurt mag, kann auch Crème fraîche nehmen, aber mit Joghurt bekommt man eine frische Note. Petersilienwurzel gibt mehr Eigengeschmack als Kartoffel. Zitrone gibt die richtige Säure, der Essig beim Eier pochieren sorgt für gute Form, aber nicht übertreiben.
  • Ein kleiner Trick: Spargelfasern bei starkem Pürieren können zäh werden. Deswegen erst mixen, dann sieben! Und beim Pochieren die Eier nicht zu früh aufschlagen, sonst verläuft das Weiße.
  • Falls die Suppe zu dick wird, mit etwas Geflügelbrühe oder Wasser strecken, immer nur wenig, sonst verliert sie ihren Geschmack. Nachwürzen zuletzt, Parmesan gibt Salz ab.
  • Die Croûtons mit Thymian binden alles zusammen – die Kräuter passen toll zu Spargel. Rösten auf Mittelhitze, nicht zu dunkel, sonst wirds bitter und zerstört den Geschmack.
  • Kann man auch komplett vegetarisch machen, Brühe dann durch Gemüsefond ersetzen, Parmesan bleibt, viel Geschmack aus der Petersilienwurzel & Kräutern.
  • Suppenlöffel sorgfältig wählen – eher breit, damit die Cremigkeit besser zur Geltung kommt.
  • Wenn man öfter Eier pochiert, hilft ein leichter Strudel im Wasser mit dem Kochlöffel, Eier bleiben kompakter. Der Essig ist nicht nur für die Form, sondern mildert auch den Geruch ab.
  • Wichtig: Suppe nicht zu lange warmhalten, Frische bei Cremes wichtig, durchziehen lassen verliert Aroma und Farbe.
  • Mit einem Hauch Muskatnuss in der Suppe kann man experimentieren, ich nehme immer ganz wenig – mehr als 1 Prise ruiniert das feine Spargelaroma.
  • Zubereitungstipps

    Das Anschwitzen von Zwiebeln und Knoblauch in Butter: Nicht mehr als 5 Minuten, glasig, aufpassen dass nichts bräunt oder verbrennt – sonst bitter. Gemüsewürfel zuerst garen, dann Spargel kurz geben und nicht zerkochen. Pürieren mit Mixer; nicht zu lange, sonst wird Suppe faserig und klebt im Hals. Sieb nach Wunsch – macht sie eleganter. Joghurt erst am Ende einrühren, dann kurze Hitze. Spargelspitzen blanchieren, sofort in Eiswasser – Farberhalt und knackig. Beim Eier pochieren auf zimmertemperierte Eier achten, sonst gerinnt Eiklar. Essig aufs richtige Maß bringen, Schleier daran: zu viel macht Geschmackssache. Eier einzeln vorsichtig einschwimmen lassen. Nicht zu faule Eier sonst verlaufen sie. Croûtons mit frischem Thymian in einer Pfanne oder Ofen rösten, dabei ständig wenden. Suppe heiß servieren, nicht warm halten. Muskatnebel jeden Übermut im Gericht. Zitronensaft ist das letzte Highlight für Frische, am Ende oder auf dem Teller leicht träufeln. Alles in der richtigen Reihenfolge vorbereiten, Suppe warmhalten auf kleiner Flamme, behutsames Arbeiten und genaue Kontrolle gilt. Kleine Tricks aus der Praxis heben auch einfache Zutaten auf ein anderes Niveau.

    Küchentipps

    • 💡 Blanchiere die Spargelspitzen gut. Zuerst sprudelndes Wasser, dann knackig kochen. Eiswasser zum Schockieren bereit halten. Schockieren bewahrt die Farbe.
    • 💡 Spitzen nicht ins Pürieren, sonst wird die Textur nicht richtig. Denke daran – Sieb macht einen Welt der Unterschiede. Zart und samtig bleibt die Suppe.
    • 💡 Joghurt erst zum Schluss einrühren. Zu hohe Hitze führt dazu, dass Joghurt gerinnt. Beachte diese Feinheiten. Die richtige Balance ist entscheidend für die Cremigkeit.
    • 💡 Der Essig sorgt für schönere pochierte Eier. Aber nicht zu früh aufschlagen. Achte auf Temperatur. Zimmertemperatur hält das Eiweiß kompakt.
    • 💡 Wenn die Suppe zu dick wird, Wasser oder Brühe nachgießen. Aber dosiere! Zu viel macht sie wässrig und schmeckt nicht mehr. Immer dem Geschmack folgen.

    Häufige Fragen

    Das könnte dir auch gefallen

    Alle Rezepte ansehen →