Aller au contenu principal
A

Süß-Scharfe Paprika-Soße

Süß-Scharfe Paprika-Soße

Von Marlena

Süß-saure Soße mit roter Paprika und leichter Schärfe, verfeinert durch Limettensaft statt Reisessig. Alternative Fischsauce und Honig ersetzen Nuoc Mam und braunen Zucker für anderes Aroma und natürliche Süße. Stärkebindung etwas erhöht, damit die Soße besser eindickt. Kurzes Köcheln, bis Bläschen aufsteigen, dunkler Glanz entsteht. Servieren bei lauwarmer Temperatur, passt zu asiatischen Gerichten, gegrilltem Fleisch oder Gemüse. Ohne Nüsse, Milch, Eier und Gluten.
Vorbereitung: 12 min
Kochzeit: 15 min
Gesamt: 27 min
Portionen: ca 250 ml
#asiatisch #Fusion #vegan #scharf #Dip
Süß-saure Saucen gehören zu den schwierigen Kandidaten in der Küche. Zu viel Essig – alles kippt ins Saure, zu viel Zucker – man hat Karamell, der keinen Biss hat. Diese Version habe ich mit viel Experiment probiert, besonders habe ich Limettensaft statt Reisessig genommen, für eine frischere Säure, die nicht so aufdringlich wirkt. Die Paprika sorgt für Farbe und Textur; das Pürieren ist entscheidend. Honig gibt sanfte Süße, anstelle von braunem Zucker, der mit seiner Trockenheit und Malznote nicht so flexible ist. Tapiokastärke statt Maisstärke – die bindet feiner, klarer. Als Fischsoßen-Ersatz habe ich Sojasauce gewählt, weil ich empfindlich reagiere und trotzdem Umami wollte. Die Mischung aus süß, scharf und sauer überrascht, wenn man die Kochzeit gut einstellt, die Merkmale sind die knackigen Bläschen, der Glanz und eine leichte Viskosität, die auf der Zunge schmeichelnd bleibt. Die Bedienung der Temperatur ist kniffelig, ich habe oft den Fehler gemacht und zu lange köcheln lassen – Soße wird hart und verliert Frische.

Zutaten

  • 1 mittlere rote Paprika, entkernt, in grobe Würfel
  • 1 kleine rote Chili, grob gehackt (mild oder schärfer je nach Vorliebe)
  • 1 Knoblauchzehe, grob gehackt
  • 3 EL Honig (anstelle brauner Zucker)
  • 2 EL Limettensaft (statt Reisessig)
  • 20 ml Sojasauce (als Ersatz für Fischsauce, um milder zu bleiben)
  • 1 EL Tapiokastärke (statt 1 1/2 TL Maisstärke)
  • 40 ml Wasser
  • Über die Zutaten

    Frische Zutaten sind der Schlüssel. Wer keine frische Chili hat, nimmt getrocknete, mindestens 1 Teelöffel Sambal Oelek oder Sriracha als Ersatz. Eine Alternative für Limettensaft ist Apfelessig, aber das ändert den Geschmack erheblich. Honig lässt sich ersetzen durch Agavendicksaft oder Ahornsirup. Sojasauce kann man auch weglassen und stattdessen eine Mischung aus Miso und Salz nutzen für mehr Komplexität. Tapiokastärke funktioniert besser als Maisstärke, aber wenn nur Maisstärke da ist, die Wassermenge anpassen und länger rühren, sonst wird es gummiartig. Gerade wenn Zuckeralternativen genutzt werden, ist die Kochzeit wichtiger, da Eintrocknung und Karamellisierung schneller passieren können. Knoblauch durch ingwer ersetzen gibt eine andere Frische, probiert mal.

    Zubereitung

  • Paprika, Chili und Knoblauch in den Standmixer geben. Honig, Limettensaft, Sojasauce und Wasser dazu. Alles pürieren bis keine Stücke mehr sichtbar sind, das ist wichtig für gleichmäßige Bindung im Topf.
  • In einen kleinen Topf gießen, mittlere Hitze. Sobald kleine Blasen an der Oberfläche aufsteigen leichtes Knistern hören, beginnt das Eindicken.
  • Tapiokastärke in einem Esslöffel kaltem Wasser glatt rühren. Unter ständigem Rühren in die kochende Soße geben. Hitze reduzieren und rühren bis die Soße glänzt und dick wird, ungefähr 10 bis 15 Minuten, je nach Topfdicke und Hitzequelle.
  • Nicht zu lange kochen, sonst verliert sie Frische und wird bitter. Wenn die Soße zu dick wird, mit etwas Wasser verdünnen und erneut aufkochen.
  • Mit einem Silikonspatel immer die Ränder kontrollieren, der Zucker karamellisiert leicht und kann anbrennen, falls man zu selten rührt.
  • Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen. Temperatur ist wichtig, zu heiß zerstört frische Aromen, zu kalt lässt sie zu fest werden.
  • In Glasgefäß füllen, im Kühlschrank hält sie 1 Woche, aber am besten frisch genießen.
  • Passt genial zu gegrilltem Tofu, Hühnchen oder gebratenem Gemüse. Auch als Dip gut, da die Kombination von süß, sauer und scharf nicht überdeckt, sondern aufpeppt.
  • Zubereitungstipps

    Das Pürieren in einem Hochleistungsmixer oder mit einem Stabmixer lässt die Soße am besten glänzend und klumpenfrei werden. Topfwahl beeinflusst das Ergebnis: ein dicker Boden verhindert Anbrennen. Temperaturkontrolle ist essentiell; beginnt die Soße zu blubbern, sofort Stärke einrühren, dadurch bleibt die Bindung homogen. Rühren ist Pflicht, nicht nur ein- oder zweimal, sondern stetiges Kneten der Soße am Topfboden. Beim Eindicken das Gericht beobachten: die Bläschen werden kleiner, das Blubbern gleichmäßiger, Oberfläche glänzend. Zu langes Kochen lässt sie trüb werden, dennoch müssen alle Aromen verbinden. Abschmecken erst nachdem die Soße leicht abgekühlt ist, da Temperatur den Geschmack verändert. Für eine fruchtige Note habe ich oft noch einen kleinen Spritzer Orangensaft darin gehabt, das passt überraschend gut. Auf Vorrat hält sie sich im Kühlschrank, aber aufwärmen wird schwerer, da die Stärke fest wird; lieber kurz lauwarm machen oder kalt verwenden.

    Küchentipps

    • 💡 Die Paprika verwendet immer frisch. Sorgfältig auswählen. Wenn sie matschig ist, wird die Soße dünn und geschmacklos. Süssere oder orange Paprika verwenden; für zusätzlichen Farbkick die Mischung ausprobieren.
    • 💡 Chili anpassen. Wenn weniger Schärfe gewünscht ist, mehr milde Paprika benutzen; Kombination mit einer milden Chili. Oder einfach weniger verwenden. So bleibt die Balance der Aromen. Knoblauch durch Ingwer substituieren, gibt zusätzliche Frische.
    • 💡 Die Stärke richtig einrühren. Zugeben gleich wenn die Bläschen sichtbar sind. Dabei ständig rühren, um Klumpen zu vermeiden. Zu lange kochen macht die Soße bitter. Temperatur während des Kochens konstant überprüfen. Bei Anzeichen von Anbrennen sofort umrühren.
    • 💡 Honig ist mein Trick. Süsse ohne Karamellisation; bringt tiefere Geschmacksknoten. Weniger Honig, wenn nicht zu süß gewünscht ist. Agavendicksaft funktioniert gut. Sojasauce nicht vergessen; milden Umami-Geschmack erzielen. Die dunkle Sojasauce sollte man wählen.
    • 💡 Um die Soße kühl zu halten: im Kühlschrank lagern. Maximal eine Woche haltbar. Für längere Lagerung: kleine Portionen einfrieren. Minimale Menge bei Bedarf abgerieben. Wurde sie zu dick? Kein Problem; mit Wasser nachjustieren.

    Häufige Fragen

    Das könnte dir auch gefallen

    Alle Rezepte ansehen →