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Thunfisch-Kroketten mit Tomatensauce

Thunfisch-Kroketten mit Tomatensauce

Von Marlena

Weiße Bohnen und Thunfisch grob vermengt, paniert und in Olivenöl gebraten. Frischer Schnittlauch sorgt für Aroma, Tomatensauce mit Knoblauch und Kräutern als Begleiter. Textur knusprig außen, cremig innen. Variation mit Kichererbsen anstatt Bohnen, Paprikapulver ergänzt die Mischung.
Vorbereitung: 20 min
Kochzeit: 25 min
Gesamt: 45 min
Portionen: 4 Portionen
#Küche #Snacks #Mediterran #Fischgericht
Kroketten aus Fisch und Hülsenfrüchten – eine schlichte Idee, die ich oft verfeinert habe. Anfangs zu weich, zu breit – Form und Zutatenmengen sind entscheidend. Weiße Bohnen ersetzen oft weniger aromatische Panade oder pure Kartoffeln. Mit Thunfisch als Proteinquelle zusammen fantastisch. Die Kombination mit der säuerlichen Marinara gibt etwas Frische und fängt das Ölige der Kroketten gut auf. Wichtig, nicht zu heiß anbraten, sonst außen schwarz, innen roh. In den Zwischenzeiten die Sauce langsam köcheln lassen. Hält warm und bindet alle Aromen.

Zutaten

  • 1 Dose 400 ml weiße Bohnen, abgespült und grob abgetropft
  • 1 Ei
  • 3 Dosen je 160 g Thunfisch, abgetropft und grob zerkleinert
  • 250 ml Paniermehl plus zusätzlich zum Wenden
  • 50 ml frisch gehackter Schnittlauch
  • 4 EL natives Olivenöl
  • 400 ml Tomatensauce (Marinara) mit Knoblauch und Basilikum
  • 1 TL Paprikapulver (optional für Würze)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Über die Zutaten

    Die Bohnen habe ich bewusst auf 400 ml reduziert und frischer Schnittlauch statt klassischem Petersilie genommen für mehr Charakter. Statt Dosenbohnen passen auch Kichererbsen, für eine leicht nussige Note. Das Paniermehl kann übrigens auch durch gemahlene Cornflakes oder Panko ersetzt werden, gibt noch mehr Crunch. Wer auf Ei verzichten möchte, kann einen Esslöffel gemahlenen Leinsamen mit 3 EL Wasser quellen lassen, bindet ähnlich. Olivenöl muss qualitativ gut sein, damit es aromatisch bleibt, zu billiges wird eher bitter. Für die Sauce selbst verwende ich Dose San Marzano Tomaten, frisch hat man selten so gute Süße und Säure ausgewogen. Frisch gehackter Knoblauch und ein Spritzer Rotweinessig runden die Marinara ab.

    Zubereitung

  • Bohnen und Ei in einem Multizerkleinerer zu einer rustikalen Paste verarbeiten, nicht zu fein! Die kleine Körnigkeit gibt bessere Textur. In eine Schüssel geben.
  • Den Thunfisch, 150 ml Paniermehl, Schnittlauch und Paprikapulver unterheben. Komplett vermischen, abschmecken mit Salz und Pfeffer, hier entscheidet das Gefühl beim Probieren. Zu kompakt, zu locker, mit wenig Paniermehl nachjustieren.
  • Mit feuchten Händen aus der Masse 12 Kroketten formen, knapp handgroß. Die Restpaniermehl auf einen Teller geben, jedes Stück darin wenden. Wichtig: Nicht zu viele Kroketten gleichzeitig panieren, Paniermehl zieht Feuchtigkeit, sonst klebt alles zusammen.
  • Pfanne mit Olivenöl erhitzen, mittlere Hitze. Kroketten portionsweise braten, 3-4 Minuten pro Seite. Das Öl soll blubbern, nicht rauchen. Geduld, in der Mitte soll cremig bleiben, außen goldbraun knusprig. Wenn die Kroketten beim Wenden zu leicht zerfallen, zu wenig Bindung - mehr Ei oder ein Löffel Mehl hilft.
  • Fertige Kroketten auf Küchenpapier legen, überschüssiges Öl abtropfen lassen.
  • Die Tomatensauce in einem kleinen Topf langsam erwärmen, unbedingt mit frischem Knoblauch und frischem Basilikum arbeiten. Langsam köcheln bis sie aromatisch und leicht reduziert ist.
  • Kroketten mit der warmen Marinara servieren, dazu passen gedämpfte grüne Bohnen oder ein leicht bitterer Blattsalat. Guten Appetit.
  • Tipp: Keine Küchenmaschine? Bohnen einfach mit einer Gabel zerdrücken, dauert nur paar Minuten und ergibt rustikales Ergebnis.
  • Falls Paniermehl fehlt, funktioniert auch zerbröseltes Knusperbrot oder Sellerie klein gehobelt, macht sogar etwas frische dazu.
  • Zubereitungstipps

    Der Multizerkleinerer spart Zeit, aber die Konsistenz entscheidet. Zu fein, Kroketten werden matschig, zu grob, kein Halt. Wenn der Teig zu feucht ist, wenig mehr Paniermehl oder Püree komplett aus Bohnen anpassen. Die Kroketten vor dem Braten kurz in den Kühlschrank legen, das strafft die Masse, besser formbar. Öl nicht zu stark erhitzen – gluckern muss es, nicht rauchen. Überschüssiges Öl auf Küchenpapier abtropfen lassen, sonst werden die Kroketten schnell labbrig. Beim Wenden aufmerksam sein, mit zwei Pfannenhelfern oder Spatel – sanft, nicht drücken. Die Sauce ganz am Anfang vorbereiten, so haben die Aromen Zeit, ineinander zu greifen. Kroketten knusprig, innen saftig erkennbar am leichten Nachgeben beim Drücken. Noch nicht ganz fest? Ein paar Minuten extra und mit kleiner Hitze nachbraten.

    Küchentipps

    • 💡 Masse zu feucht? Mehr Paniermehl ist eine Lösung. Zu viel? Dann nach Geschmack anpassen. Feuchtigkeit ist der Feind. Kroketten müssen fest, aber nicht trocken sein. Das richtige Gefühl beim Formen ist wichtig. Kühlschrank hilft bei der Stabilität.
    • 💡 Wenn Kroketten zerfallen, denk an das Ei. Mehr Ei oder Löffel Mehl. Das bindet. Mach die Masse nicht nur trocken, sondern achte auch auf den Druck beim Wenden. Sanft, nicht drücken. Verwende zwei Spatel, leichter zu handeln.
    • 💡 Bohnen oder Kichererbsen? Beide gehen gut. Nussiger Geschmack ist super. Anstelle von Olivenöl, Avocadoöl als Alternative - milder und gut zum Braten. Paniermehl durch Panko oder gemahlene Cornflakes ersetzen für extra Crunch. Ausprobieren.
    • 💡 Sauce zuerst machen. Tomatensauce köchelt, während Kroketten braten. Aromen entfalten sich besser. Die Sauce sollte nicht zu dünn sein, sonst bleibt sie an den Kroketten nicht haften. Verwende frischen Basilikum, das hebt die Aromen.
    • 💡 Für vegane Version: Ei durch Leinsamen ersetzen. 1 Esslöffel Leinsamen auf 3 Esslöffel Wasser quellen lassen. Bindet gut. Kroketten dann gleich formen. Olivenöl in gut erhitzter Pfanne, nicht zu heiß. Klopfgeräusche darauf hören.

    Häufige Fragen

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