Aller au contenu principal
A

Tofu mit Miso und Tomate

Tofu mit Miso und Tomate

Von Marlena

Tofu wird in Olivenöl mit Knoblauch und Chilischote scharf angebraten, gewürzt mit Fünf-Gewürze-Pulver, Miso- und Tomatenpasten. Eine leicht eingedickte Sauce aus Gemüsebrühe, Tomatensauce, Sojasauce und Maisstärke verstärkt den Geschmack. Frische Zuckerschoten, Sojasprossen und Koriander kommen zum Schluss dazu und sorgen für Frische. Serviert wird alles mit Reisnudeln. Ein vegetarisch-veganes Gericht, frei von Nüssen, Laktose und Eiern, mit wenigen Zutaten, dafür guter Textur und intensiven Aromen.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 35 min
Gesamt: 60 min
Portionen: 4 Portionen
#vegan #asiatisch #Geschmack #einfach #schnell
Manchmal sind es die kleinen Details, die einen Tofu anders machen. Ein roter Hauch von Chili, Knoblauch, tiefe Miso-Noten kombiniert mit fruchtigen Tomaten, der Kontrast von knackigem Gemüse und samtiger Sauce. Frisch gekaufte feste Tofu-Blocke ohne Zusatzstoffe, nicht zu weich, geben diesen Biss – nicht diese labbrigen Dinger, die sofort zerfallen. Er hitzebehandelt, angebraten, bekommt eine leicht nussige Kruste, das ist Grundvoraussetzung für Geschmack. Sauce? Braucht Tiefe und Bindung, sonst steht alles pappig ohne Textur auf der Gabel. Das Gericht ist schnell, vielfältig, dabei vegan. Perfekt, wenn man Zeit hat, aber nicht ewig in der Küche stehen will. Außerdem tolle Resteverwertung für Tomatenmark und Misopaste im Kühlschrank. Einfache Technik, mit Konzentration auf Timing und Sensorik. Kein unnötiges Rumgerühre oder Überkochen.

Zutaten

  • Sauce
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Passierte Tomaten
  • 25 ml Tamari oder Sojasauce
  • 15 ml Maisstärke
  • Tofu
  • 500 g fester Tofu, in etwa 1,5 cm Würfel geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 rote Chilischote, entkernt und fein gehackt
  • 40 ml Olivenöl
  • 1/4 Teelöffel Fünf-Gewürze-Pulver
  • 20 ml dunkle Miso-Paste
  • 10 ml Tomatenmark
  • Garnitur
  • 200 g Zuckerschoten, blanchiert und halbiert
  • 170 g Mungbohnensprossen
  • 1 Bund frischer Koriander, grob gehackt
  • Reisnudeln, gekocht
  • Über die Zutaten

    Die Gemüsebrühe sollte kräftig, aber nicht salzig sein, damit die Sojasauce später nachjustiert werden kann. Passierte Tomaten nach Möglichkeit mit wenig Zusatzstoffen nehmen, sie sind oft süßer als erwartet. Olivenöl bringt Geschmack, man kann aber auch Sesamöl verwenden für nussige Note – aber sparsam, Sesamöl wird schnell bitter. Für das Fünf-Gewürz-Pulver lohnt es sich, immer eine frische Packung zu nutzen, weil das Aroma sonst flach wird; alternativ im Asia-Laden frisch gemahlenen Sternanis mit Zimt und Nelken mischen. Tofu sollte gut abgetropft sein. Beim Mischverhältnis Miso zu Tomatenmark habe ich 1 zu 0,5 gewählt, da zu viel Tomatenmark das Aroma dominiert. Für die Garnitur sind frische, knackige Zutaten wie Zuckerschoten und Sprossen essentiell, sie geben den Texturkontrast – kann man variieren, je nach Saison.

    Zubereitung

  • Sauce ansetzen: Gemüsebrühe mit passierten Tomaten, Sojasauce und Maisstärke in Schüssel mischen; Maisstärke vorher in wenig kaltem Wasser auflösen, damit keine Klümpchen entstehen. Beiseite stellen.
  • Tofu vorbereiten: Tofu in leicht gesalzenem, kochendem Wasser nur 3-4 Minuten ziehen lassen, nicht zu lange, sonst wird er zu matschig; abtropfen lassen, trocken tupfen. Das reduziert das Wasser, sorgt für bessere Bräunung.
  • Anbraten: In einer großen Pfanne Olivenöl stark erhitzen. Tofu darin portionsweise anbraten, damit sie nicht dämpfen. Knusprige, goldgelbe Kruste an allen Seiten, das ist der Punkt. Knoblauch und Chili gleich mit dazugeben, werden dann aromatisch ohne zu verbrennen.
  • Würzen: Fünf-Gewürz-Pulver, Miso-Paste und Tomatenmark zum Tofu geben, kurz mit anschwitzen, bis die Gewürzpaste beginnt, am Pfannenboden zu haften und zu brutzeln. Vorsicht, dass es nicht anbrennt, sonst wird‘s bitter.
  • Sauce zugeben: Jetzt die vorbereitete Sauce angießen. Die Temperatur auf mittelhoch setzen. Aufkochen lassen, dann Hitze leicht reduzieren. Ideal ist ein leichtes Blubbern und ein Duft von Umami und Tomate in der Luft. 9-10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt und eine glänzende, sämige Konsistenz zeigt.
  • Garnitur unterheben: Zuckerschoten, Sprossen und Koriander zum Schluss unterheben. Kurz mit warm werden lassen, sie sollen knackig bleiben; nicht mitkochen, sonst verlieren sie Frische und Farbe.
  • Anrichten: Reisnudeln separat servieren, dann den Tofu mit Sauce und Gemüse darüber geben. Etwas Koriander zum Garnieren.
  • Tipps & Tricks: Miso-Paste darf nicht zu lange kochen, sonst verliert sie ihre Tiefe, deshalb immer gegen Ende unterrühren. Statt Zuckerschoten kann man grüne Bohnen oder Brokkoliröschen nehmen. Wenn kein Tamari da ist, helfe ich mir mit normaler Sojasauce, aber reduziere die Salzmenge später. Bevorzugt trockenen, festen, nicht eingebrannte Pfanne.
  • Variationen: Statt Reisnudeln schmeckt das Ganze auch gut mit gekochtem Quinoa oder grobem Couscous. Wer auf mehr Schärfe steht, kann frischen Ingwer hinzufügen; 1 Teelöffel frisch gerieben, zusammen mit Knoblauch.
  • Fehler vermeiden: Tofu nicht direkt in Öl legen, wenn es nicht heiß genug ist. Sonst saugt er sich voll und wird matschig. Geduld haben, bis sich auf den Würfeln eine Kruste bildet, erst dann wenden.
  • Verfeinerung: Die Sauce bekommt durch das Tomatenmark mehr Körper. Wenn sie zu dick wird, mit etwas warmem Wasser verdünnen, besser als zu früh zu viel Flüssigkeit reingeben. Das habe ich oft erlebt: Sauce zerläuft, statt Bindung.
  • Zubereitungstipps

    Die Reihenfolge ist wichtig: Erst anbraten für schöne Kruste, dann Würzen, Sauce dazugeben und erst danach das Gemüse, um den knackigen Biss zu erhalten. Beim Anbraten höre ich auf die Pfanne: Erst leises Knistern, dann ein stärkeres Brutzeln, genau dann sind die Ränder des Tofus braun genug zum Wenden. Auf gar keinen Fall zu früh wenden oder zu oft bewegen; das zerstört die Textur. Die Sauce wird nur kurz aufgekocht und dann bei mittlerer Hitze eingedickt – ein leichter Glanz an der Oberfläche verrät den richtigen Zeitpunkt. Zwischendurch muss man das Pfanneninnere beobachten, wenn es anfängt, die Aromen am Rand leicht karamellisieren zu lassen, entsteht dieser Geschmack, der Miso besonders betont. Beim Gemüse aufpassen: zu langes Kochen heißt matschig und farblos. Immer erst zum Schluss untermischen und nur ganz kurz erwärmen. Reisnudeln gesondert zubereiten, dann am Ende direkt auf Teller verteilen, heiß, damit nichts verwässert. Wenn die Sauce zu dünn ist, noch etwas Maisstärke mit kaltem Wasser anrühren und kurz einziehen lassen. Kleiner Trick: Wenn’s mal zu herb ist, hilft ein klitzekleines bisschen Zucker oder ein Spritzer Reisessig für Balance.

    Küchentipps

    • 💡 Ich habe gelernt: Tofu vorher kurz blanchieren. Nur 3-4 Minuten in leicht gesalzenem Wasser. Dann wird er nicht matschig. Dreht gut an. Genug hitze. Knusprige Kruste ist wichtig für Textur.
    • 💡 Wenn die Sauce zu dick wird, nicht gleich die ganze Flüssigkeit reingeben. Lieber etwas warmes Wasser dazu. Sonst läuft’s über. Gutes Gleichgewicht ist wichtig, damit die Sauce schön glänzt.
    • 💡 Verwende frische Zutaten. Zuckerschoten, Sprossen, die haben Biss. Mann kann auch Paprika nehmen. Aber mach’s nicht zu früh. Erst zum Schluss geben. Violette und grüne machen sich gut.
    • 💡 Achte auf den Duft beim Anbraten. Wenn der Knoblauch aromatisch riecht und die Gewürze am Pfannenboden brutzeln, ist das der richtige Moment. Immer schön aufmerksam bleiben. Zwischen duftenden Aromen und überbraten hin und her.
    • 💡 Wenn Tofu nicht knusprig wird, mach die Pfanne heißer. Geduld ist wichtig. Zu früh wenden bringt keine Kruste. Lieber warten; schöner Bräunungseffekt ist geschmacklich entscheidend.

    Häufige Fragen

    Das könnte dir auch gefallen

    Alle Rezepte ansehen →