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Truthahn-Chili mit Chipotle und Kürbis

Truthahn-Chili mit Chipotle und Kürbis

Von Marlena

Ein herzhafter Chili aus gewürfelter Putenbrust, geschmort mit Chipotle-Chili, Butternut-Kürbis und schwarzen Bohnen. Verfeinert mit dunkler Melasse und etwas Zartbitterschokolade, abgeschmeckt mit Cumin und einer kräftigen hellen Bier-Note. Nimmt die Schärfe des Chipotle auf und balanciert sie mit der Süße des Kürbis. Perfekt für kühle Tage und Fans von tiefen, rauchigen Geschmacksprofilen ohne tierische Fette außer magerem Geflügel. Dazu frische Kräuter am Ende – Koriander oder Petersilie, je nach Vorrat. Verzicht auf Milch, Gluten, Eier - unkompliziert und trotzdem komplex.
Vorbereitung: 25 min
Kochzeit: 45 min
Gesamt: 70 min
Portionen: 6 Portionen
#Chili #amerikanische Küche #Kürbis #Proteinreich
Chili mit Putenfleisch statt Hack ist eine der besten Alternativen, wenn man es leichter und trotzdem würzig will. Die Zugabe von mildem, geräuchertem Paprikapulver statt klassischem Chili-Pulver öffnet ein ganz anderes Aroma-Fenster - vielmehr erdig und rauchig als nur scharf. Außerdem nutze ich gerne Kidneybohnen als Variation, da sie fest und leicht nussig sind, und sie passen hervorragend zu Butternut-Kürbis, der dem Gericht eine angenehme Süße und Sämigkeit gibt. Die Melasse sorgt für einen tiefen Grundton, den man beim ersten Mal unterschätzt. Bier statt Wasser schafft eine schöne Balance zwischen leichter Bitterkeit und Malzaromen. Wichtig ist nicht, Zeiten stur einzuhalten, sondern den Kürbis zu prüfen – er entscheidet, wann das Chili durch ist. Kräuter am Schluss, weil Hitze das Aroma killt. So mache ich es seit Jahren, mit viel Herumprobieren und Fehlern unterwegs, aber genau so gelingt es zuverlässig.

Zutaten

  • 500 g gewürfelte Putenbrust ohne Haut und Knochen
  • 50 ml Olivenöl
  • 5 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Dose Chipotle-Chili in Adobo-Soße, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 25 ml geräuchertes Paprikapulver (ersetzt Chili-Pulver, bringt Rauchigkeit)
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 330 ml Helles Lagerbier (alternativ helles Weizenbier)
  • 1 Dose gestückelte Tomaten (400 ml)
  • 1 Dose Kidneybohnen (400 ml), abgespült und abgetropft (statt schwarze Bohnen als Variation)
  • 400 ml Kürbiswürfel, frisch oder tiefgekühlt
  • 2 EL dunkle Melasse
  • 1 EL ungesüßtes Kakaopulver (statt Kakaostücke für leichter schokoladige Note)
  • 1 Handvoll frische Petersilie anstelle von Koriander
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • Über die Zutaten

    Pute funktioniert mit Brust oder entbeinten Oberschenkeln, je nachdem, was verfügbar ist – Oberschenkel etwas aromatischer, Brust neutraler. Olivenöl kann durch neutraleres Sonnenblumenöl ersetzt werden, wenn man fruchtige Noten vermeiden will. Frühlingszwiebeln lieber frisch, aber notfalls auch getrocknete Lauchringe. Chipotle aus der Dose muss fein gehackt sein, sonst hat man unangenehme rauchige Brocken; Ersatz: geräucherte Paprika und etwas Cayenne für Schärfe. Helles Bier bringt malzige Noten, alternativ ein alkoholfreies Malzgetränk oder Gemüsefond mit einem Schuss Apfelessig. Tomaten aus der Dose möglichst ohne Zusätze. Statt Butternut geht auch Hokkaido, dann die Menge anpassen wegen Flüssigkeitsgehalt. Kakaopulver nicht zu viel, sonst wird es bitter. Petersilie ersetzt Koriander geschmacksneutral und weniger polarisierend.

    Zubereitung

  • Hitze auf mittelhoch, Öl in großem Topf schäumen lassen, dann die Putenwürfel portionsweise scharf anbraten, bis sie rundum Farbe haben, aber nicht trocken - Rosarot im Kern ok, da später gegart wird.
  • Salzen, pfeffern direkt beim Anbraten, sonst zähes Fleisch. Kurz herausnehmen und beiseitestellen.
  • Im verbliebenen Fett die Frühlingszwiebeln mit dem fein gehackten Knoblauch und Chipotle-Stücken anbraten. Duft von Knoblauch und Raucharomen sollte die Küche füllen, manchmal umrühren, damit nichts anbrennt.
  • Paprikapulver und Kreuzkümmel dazu, kurz durchschwenken, bis Gewürze gut riechen - Vorsicht, verbrennen sie schnell, sonst bitter.
  • Mit Bier ablöschen – schäumt und dampft, den Bodensatz lösen und mitkochen für Geschmack. Bier bringt Tiefe, bietet Balance zur Schärfe.
  • Jetzt das Tomatenmark und die Tomatenstücke einrühren, gefolgt von Kürbiswürfeln und Bohnen. Fleisch zurück in den Topf.
  • Melasse und Kakaopulver unterrühren. Passt gut zusammen, gibt dem Chili eine runde Süße und Komplexität, Malzigkeit mit leichter Herbe.
  • Auf kleiner bis mittlerer Hitze köcheln lassen, Deckel schräg, ab und an rühren. Ich nehme die Kürbiswürfel als Haupt-Indikator: weiche, aber noch formstabile Würfel bedeuten fertiges Gericht.
  • Koche mindestens 40 Minuten, Gesamtdauer etwa 45 Minuten – weniger wäre zu hart, mehr kann Kürbis zerfallen lassen.
  • Kurz vor Schluss Petersilie unterheben, noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken, eventuell einen Spritzer Limettensaft für Frische.
  • Wer mag, kann am Ende mit einem Klecks veganem Joghurt oder Avocadowürfeln servieren.
  • Feuchte Hände, fester aber geschmeidiger Kürbis, angenehmer Duft, keine Bier-Nebengeräusche mehr – dann passt es.
  • Zubereitungstipps

    Das Anbraten der Putenwürfel ist kein Sprint - zu heiß und Stücke verbrennen, aber zu kalt, sie kochen statt braten und bleiben fad. Ein Trick: Stücke portionsweise anbraten, damit kein Dampfen entsteht. Zwiebeln und Knoblauch dürfen keinesfalls braun werden, das führt zu bitterem Geschmack, lieber sanft langsam glasig und dann Gewürze zugeben. Bier zum Ablöschen musst du fast sofort nach den Gewürzen hinzugeben und gut umrühren, sonst kriegt es eine pelzige Schicht. Kürbis nicht zu früh zugeben - er zerfällt sonst mittendrin oder wird zu matschig. Zwischendurch vorsichtig rühren, damit nichts am Topfboden klebt, aber nicht zu oft, dann kühlt der Topf zu sehr ab. Abschmecken immer erst zum Schluss, sonst erwischt man den Punkt nicht richtig, vor allem Salz reagiert langsam. Kräuter zuletzt, Frische bleibt erhalten und Bitterstoffe vermeiden. Bei Bedarf Chili- oder Schärfepulver dosieren, aber vorsichtig, Schärfe verändert sich beim langen Kochen. Ein guter Indikator für Done-Status: Kürbiswürfel sollen weich sein, aber noch konsistent, Fleisch muss durch, aber saftig bleiben.

    Küchentipps

    • 💡 Feine Stücke von Putenfleisch anbraten. Stets in Portionen machen, nicht zu dicht, sonst Dampfen statt Braten. Kern soll rosa bleiben, damit das Fleisch saftig bleibt. Hitze idealerweise mittelhoch.
    • 💡 Achten auf den Knoblauch. Er darf nicht zu braun werden, sonst wird das Aroma bitter. Zwiebeln so lange braten bis sie glasig sind. Das ist entscheidend für den Grundgeschmack des Chilis.
    • 💡 Für eine tiefere Geschmacksnote, probiere noch etwas geräuchertes Paprikapulver. Schärfe steigern kannst du mit Cayenne oder noch mehr Chipotle. Aber vorsichtig dosieren, die Schärfe kommt beim Kochen zum Vorschein.
    • 💡 Ersatz für Butternut-Kürbis? Hokkaido funktioniert hervorragend, achte auf die Flüssigkeitsmenge. Zu viel Wasser macht das Chili nicht dick genug. Gut für fantastische Konsistenz.
    • 💡 Unbedingt nach dem Kochen mit frischen Kräutern abschmecken. Petersilie nimmt die Bitterstoffe. Zitrusfrüchte wie Limette geben dem Gericht eine frische Note. Dabei nicht übertreiben, sonst ist es zu sauer.

    Häufige Fragen

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