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Türkisches Putenconfit

Türkisches Putenconfit

Von Marlena

Confit aus Putenkeulen in Gänsefett, mit aromatischem Salz. Rezept variiert klassische Gewürze; Koriandersamen reduziert, Fenchelsamen und Zitronenschalen hinzugefügt. Zubereitung mit veränderten Zeiten und Reihenfolge, um Textur und Aroma zu verfeinern. Tipps für die optimale Garzeit und Lagerung, auch ohne Küchengeräte. Für die Zubereitung ohne Gänsefett Alternativen und praktische Hinweise inklusive. Ideal für Vorspeisen und Salate oder als Hauptgericht. Hält sich gekühlt rund eine Woche, ergänzt durch Frischezutaten wie Petersilie oder Granatapfelkerne.
Vorbereitung: 15 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen: 6 Portionen
#Putenfleisch #Konservierung #französische Küche
Confit muss nicht nur Ente oder Gans sein. Ich habe mich an Pute versucht, weil sie deutlich weniger Fett hat, aber die lange Garzeit und das Entenfett sorgen trotzdem für Zartheit und Geschmack. Anders als beim klassischen Rezept habe ich Fenchelsamen und zitronige Noten dazugenommen, das bringt Frische und einen kleinen Twist. Dabei war die wichtigste Erkenntnis: Das Salz aromatisieren und nicht überlagern, das Fleisch braucht Zeit, um gewürzt zu werden, aber nicht zu intensiv. Auch die Zubereitung im Ofen lässt sich steuern: Niedrige Temperatur, Deckel oben drauf, und man hört es fast in der Küche, wenn das Fett blubbert. Saftig wird es, wenn der Knochen fast locker sitzt. Das Aufbewahren im Fett macht den Unterschied bei der Lagerung, und wenn man mal Fett weglassen will, reicht eine knackige Anbratphase aus. Ich gebe Tipps für alle Küchengelegenheiten, auch wenn man Entenfett nicht bekommt.

Zutaten

Aromatisches Salz

  • 45 g grobes Meersalz
  • 20 ml Koriandersamen
  • 15 ml Fenchelsamen
  • 10 ml rosa Pfefferbeeren
  • 3 Wacholderbeeren
  • 3 Lorbeerblätter, grob zerrissen
  • 1 Zimtstange, zerbrochen
  • 1 Zweig frischer Thymian, Blätter abgezupft
  • 1 TL Zitronenschale, frisch gerieben
  • Putenfleisch

    • 2 Putenkeulen, je etwa 850 g
    • 1,8 Liter Entenfett

Über die Zutaten

Die Menge des groben Salzes reduziert, um die Salzigkeit milder zu gestalten, vor allem bei Putenkeulen, die weniger Fett enthalten als traditionelle Enten- oder Gänsekeulen. Fenchelsamen bringen einen süßlich-anisartigen Beigeschmack – perfekt für die Kombination mit Zimt und Wacholder, die ich beibehalten habe. Zitronenschale für Frische ohne Säure, die den Garprozess nicht stört. Wacholder und Thymian halten sich zurück und lassen den Putenaromen Raum, ohne dominant zu werden. Beim Fett habe ich mich für Entenfett entschieden, weil es reichhaltig, aber milder als Gänsefett ist. Falls kein Entenfett verfügbar, kann man auch Schweineschmalz oder eine Mischung mit Butter verwenden, wobei Butter schnell verbrennen kann. Auf hier das Augenmerk legen: Fett langsam bei geringer Hitze schmelzen, um Klarheit und Qualität zu erhalten. Gewürze im Salz sind eher grob, damit die Aromen langsam abgeben, und nix wird matschig.

Zubereitung

Aromatisches Salz

  1. 1. Koriandersamen, Fenchelsamen und Pfefferbeeren in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten rösten, bis sie aromatisch duften und leicht aufspringen.
  2. 2. Abkühlen lassen, dann mit restlichem Salz, Zitronenschale und Gewürzen in einer Mörser oder Gewürzmühle grob zerkleinern. Nicht zu fein, Textur soll bleiben.
  3. Putenfleisch

    1. 3. Putenkeulen von überschüssigem Fett befreien, Haut nicht entfernen – wichtig für saftiges Fleisch.
    2. 4. In eine große Schüssel oder flachen Glasbehälter legen. Jeweils 25 ml vom aromatischen Salz dick daraufstreuen, gut reiben und sogar leicht andrücken, damit das Salz die Feuchtigkeit zieht.
    3. 5. Abdecken; 20-22 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Die Stunden zählen weniger als die sichtbare Farb- und Texturveränderung. Das Fleisch wird fester anfangs.
    4. 6. Ofen auf 130 °C vorheizen (Ober- und Unterhitze), Gitter in die Mitte einschieben.
    5. 7. Nach der Salzzeit Fleisch mit kaltem Wasser abwaschen, um überschüssiges Salz und Gewürzreste zu entfernen. Mit Küchenpapier trocken tupfen. Auf den ersten Versuch achten, dass Fleisch nicht zu trocken wird – lieber kurz abspülen als nur abwischen.
    6. 8. Entenfett in einem schweren Topf bei niedriger Temperatur langsam schmelzen, dabei immer wieder rühren und aufrühren, bis klar und ohne Feststoffe. Falls kein Entenfett verfügbar, ginge Gänsefett oder eine Mischung aus Schweineschmalz und Butter – letztere nicht zu viel, sonst Geschmack verändert.
    7. 9. Putenkeulen in den Topf geben; mit geschmolzenem Fett bedecken. Falls Fett knapp, kleinere Auflaufform nehmen und nach 1,5 Stunden drehen, damit alles gleichmäßig gar wird.
    8. 10. Mit Deckel oder dicht mit Alufolie abdecken, in den Ofen schieben. Backzeit mindestens 3 Stunden, besser 3 Stunden 15 Minuten. Fleisch fühlt sich bei Garprobe sehr zart an, Fast-schon-zersetzt am Knochen. Wer sicher sein will, löst vorsichtig mit Gabel Fleisch von Knochen – es sollte widerstandslos abgehen.
    9. 11. Fett abkühlen lassen, dann Fleisch vorsichtig herausnehmen. Knochen und Haut entfernen; Fleisch in Stücke zerpflücken oder grob schneiden. Fett auffangen und entbehren, denn zuletzt den Putenconfit darin lagern – gut vor Luft schützen, steigert Haltbarkeit.
    10. 12. Lagerung maximal eine Woche im Kühlschrank in luftdichtem Behälter; das Fett wird wieder fest und konserviert die Aromen.
    11. 13. Serviervorschlag: kalt mit frischer Petersilie, Granatapfelkernen und einem Spritzer Zitrone. Auch als Bindeglied in einem Salat oder als rustikale Hauptspeise mit Ofengemüse. Wer das Fett reduzieren will, Fleisch vor Servieren kurz in heißem Öl anbraten - Kruste entsteht, aromaoffen.
    12. 14. Reste lassen sich gut einfrieren, allerdings ohne Fett. Auftauen langsam im Kühlschrank, nicht in Mikrowelle – dann trocken.
    13. 15. Zu vermeiden: zu hohe Ofentemperatur, dann trocknet Keule aus, verliert Saftigkeit. Lieber langsam, niedrige Hitze, viel Geduld. Sobald man Fleisch während Garens mit Löffel Fett übergießt, saftiger. Wichtig, Deckel nicht lüften vor Ablauf der Zeit.
    14. 16. Fehlerquelle: Salzmenge zu hoch? Dann zu salzig und trocken; zu niedrig? Dann kein Aroma. Hier kontrollieren. Zum Beispiel beim ersten Versuch 15 g Salz verwenden, später anpassen.
    15. 17. Zitrone und Zimt bringen Überraschung – Frische und würzige Tiefe; sehr gut mit Fenchel zusammen. Wacholder liebe ich, überrascht immer wieder. Thymian bringt klassische französische Note, ohne dass es zu sehr Kräuterbeet wird.

Zubereitungstipps

Die wichtigste Abweichung liegt im langsamen Rösten der Gewürze für 2-3 Minuten, um beim Mahlvorgang intensivere Aromen freizusetzen, ein Trick, der durch meine früheren Versuche mit weniger Geschmack führte. Das gleichmäßige Einreiben mit dem Aromasalz, nicht nur oberflächlich, sondern richtig reiben, sorgt für bessere Verteilung. 20-22 Stunden Ruhe reichen vollkommen, länger kann austrocknen bedeuten, daher habe ich die 24 Stunden verkürzt. Wusste ich aus eigener Erfahrung, denn öfter wurde es zu salzig. Die Temperatur im Ofen bleibt konstant niedrig, 130 °C, die zusätzliche Hitze verringerte ich um 5 Grad zum Original, mehr Ruhe für Fleisch. Fett langsam erwärmen, hier jedoch kein direktes Vorwärmen der Pfanne auf hohe Temperatur – sonst verbrennt die feine Note. Wichtiger Trick: Deckel während des Garens fest drauf, kein Öffnen, damit das Aroma bleibt und Feuchtigkeit nicht flieht. Am Ende kontrolliere ich mit Fingerprobe: Fleisch sollte fast von selbst abfallen. Habe ich noch nie vermasselt, wenn der Knochen locker ist, ist Fertig. Entbeinen und Fleisch ohne Haut abzupfen – die Haut landet trotz allem im Kompost, unnötig, wenn man es gesünder will. Zur Lagerung nutze ich kleine Einmachgläser, denn Fett schützt vor Sauerstoff, und so bleibt das Confit mindestens eine Woche genießbar. Servieren kalt oder leicht erwärmt – letztere Variante bringt Geschmack mit Röstaromen und spritziger Kruste. Die Stabilität im Kühlschrank ist oft unterschätzt; bekanntlich findet sich schneller eine Küche, in der die Konservierung versagt.

Küchentipps

  • 💡 Aromasalz rösten. Koriander, Fenchel, Pfeffer zuerst in der Pfanne erhitzen. 2-3 Minuten; verleiht Aromen. Dann mahlen. Salz muss bleiben. Nicht zu fein, Textur verhindern.
  • 💡 Fett nicht überhitzen. Langsam schmelzen. Bei niedriger Temperatur. Klar sein ist essenziell. Schweineschmalz möglich, aber geschmacklich kaum gleichwertig – achten, geht bei Hitze schnell.
  • 💡 Lagerung kritisch; nach garen im Fett aufbewahren. Im Kühlschrank; luftdicht. Eine Woche haltbar. Fett wird fest, schützt vor Luft und hält das Aroma.
  • 💡 Das Würzen braucht Zeit. Zu viel Salz kann verderben, zu wenig kein Aroma. Für erste Versuche: 15g Salz. Anpassen danach. Gut beobachten. Haut abwerfen ist wichtig, weniger fettig.
  • 💡 Fleisch rührt im Fett; anfangs keine Schnelligkeit erwarten. Langsame Garzeit bringt Saftigkeit. Mit einer Gabel kontrollieren. Bei Garprobe sollte es fast abfallen.

Häufige Fragen

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