Vanille-Mandel Sablés

Von Marlena
Feine, buttrige Mandel-Vanille Sablés mit mandelmehl statt Weizenmehl und Honig anstelle von Zucker. Rezept mit luftiger Textur, goldgelber Oberfläche und grobkörnigem Zucker zum Schluss. Änderungen in Zutaten und Technik für intensiveren Geschmack und stabiles Backen. Küchentipps inklusive.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
20 min
Gesamt:
40 min
Portionen:
18 Stück
#Kekse
#Backen
#Schweizer Küche
#Vanille
#Mandel
Butter, kleine Wunder in jedem Biss. Ich habe mit Vanille und Mandeln experimentiert, die Mischung ist nicht nur wegen des Geschmacks anders, sondern die Konsistenz ist ein Traum. Die Kunst liegt darin, den Teig nicht zu überarbeiten, genug Kälte reinzubringen, damit die Sablés beim Backen die perfekte Form behalten – nicht breitflächig verlaufen. Wenn ihr jemals gedacht habt, Sablés seien nur simple Kekse, denkt nochmal. Die Kombination aus Honig statt Zucker gibt nicht nur Geschmack, sondern verändert die Feuchtigkeit subtil, spannender als Zucker pur. Beim Backen den Ofen beobachten, das leise Knacken der Oberfläche, das Aroma von Butternoten vermischt mit Vanille. Ein echter Klassiker mit Bedingungen. Nicht zu dünn, nicht zu dick – so wird das.
Zutaten
Über die Zutaten
Mandeln bringen Fett und Aromatik, der Wechsel zu Dinkelvollkorn verleiht einen rustikalen Nachgeschmack und trägt zur besseren Struktur bei. Honig feuchtet den Teig und gibt Süße mit Tiefe, nicht zu süß, nicht klebrig. Gesalzene Butter bringt Würze und rundet das Profil ab – bei ungesalzener dann 1 g mehr Salz hinzufügen. Vanilleextrakt gibt mehr Power als Vanillezucker. Für Leute mit Allergien oder Verfügbarkeit kann Mandelmehl durch Haselnussmehl ersetzt werden oder bei Glutenunverträglichkeit gibt es entsprechende Mehlmischungen. Wichtig ist, dass Backpulver frisch ist, sonst fehlt die Luftigkeit. Grober Zucker oder Salz oben sorgt für Kontrast, nicht nur optisch, sondern auch auf der Zunge. Milch als Glanz kann auch durch Sahne ersetzt werden, gibt cremiger. Teig nicht zu warm, sonst klebt er fest am Brett und wird irritierend zu verarbeiten.
Zubereitung
Teigvorbereitung
- Mehle, Backpulver und Salz in einer Schüssel mit einem Schneebesen vermengen; nicht zu fein sieben, für Textur.
- Ei, Eigelb, Honig und Vanille in einer anderen Schüssel mit dem Handmixer kurz schaumig schlagen; blass muss es sein, aber nicht steif.
- Butter stückweise unterrühren, aufpassen dass sie cremig bleibt, keine Überhitzung.
- Trockene Zutaten ganz kurz unterheben, nicht zu lange rühren, sonst zäh. Möglichst rasch zu einem homogenen Teig formen.
- Teig zu einer Scheibe formen, festwickeln in Frischhaltefolie; mind. 90 Minuten in den Kühlschrank legen. Für extra Biss noch bis 2 Stunden kühlen.
- Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Ofenrost mittig platzieren.
- Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen; klappt besser als Silikonmatten bei Sablés.
- Teig auf leicht bemehltem Brett auf ca. 4-5 mm Dicke ausrollen. Sofort locker mit einem gewellten Ausstecher (ca 7 cm Durchmesser) Kreise ausstechen.
- Ausstecher zwischendurch ins Mehl tauchen, sonst klebt die Vanille-Mandelmasse dran.
- Reststücke kurz zusammenkneten, neu ausrollen, Ausstechen wiederholen.
- Cookies dünn mit Milchbestreichen, damit sie beim Backen schön glänzen; mit grobkörnigem Demerara Zucker oder groben Meersalz bestreuen. Salz gibt ne bessere Süße, probiert das mal.
- Je Blech ca. 18-22 Minuten backen. Wichtig – auf Farbe achten: Die Ränder zeigen am ersten Zeichen von goldbraun, die Mitte bleibt weich. Nach rund 15 Minuten besser schauen, nicht zu dunkel werden lassen.
- Backzeit variiert je nach Ofen – die Oberfläche soll leicht porig wirken, nicht trocken.
- Aus dem Ofen nehmen, auf Drahtgitter ziehen. Noch leicht warm fühlen, fest aber noch weich an der Oberfläche.
- Abkühlen lassen. Kalt werden sie fest, bleiben aber buttrig, nicht hart.
- Butter gut weich, aber nicht geschmolzen – das macht den Unterschied bei der Textur.
- Honig statt Zucker für karamellige Noten, probiere dunklen Honig, schmeckt intensiver.
- Mandelmehl ersetzt einen Teil des Weizenmehls für nussige Tiefe und zartere Krümel.
- Bei zu viel Kleben gern Mehl an den Händen oder Ausstecher anbringen – schnell arbeiten hilft.
- Backpapier immer wieder verwenden, einfach trocknen lassen, spart Zeit.
- Ambitionierte können mit Zimt oder geriebener Zitronenschale experimentieren.
- Rohteig schmeckt überraschend süß, ausprobieren – aber nicht in großen Mengen roh essen wegen Ei.
- Achtung bei der Milch als Bestreichung – zu viel macht den Teig matschig.
- Falls Teig zu trocken, je nach Mehltyp noch 1 EL Milch ergänzen, vorsichtig.
- Restliche Sablés halten sich luftdicht in Dose mindestens 5 Tage, verlieren kaum Aroma.
- Ideal zu schwarzem Tee oder Kaffee, gibt Kraft für den Tag.
Backofen & Vorbereitung
Fertigstellen und Schneiden
Backen & Beobachtung
Tipps & Tricks
Zubereitungstipps
Vorbereitung ist halber Erfolg. Kurz, präzise mischen und nicht übermatschen, zu viel Wärme killt die Krümelstruktur. Kühlen ist Pflicht, sonst lauft ihr Gefahr, dass sich der Teig nicht richtig formen lässt. Beim Ausrollen immer wieder Mehl nutzen, nicht zuviel, sonst austrocknet, sparsam. Der Ofen muss vorgeheizt sein – bei ungeduldiger Backzeit wird der Teig nicht fest. Beobachtet die Farbe; kleine Brauntöne an den Rändern sind das Signal. Nach dem Backen abkühlen, nicht direkt einklappen oder stapeln. Wenn ihr merkt, dass die Sablés zu weich sind, die Backzeit anpassen, oft ist nur 1-2 Minuten mehr nötig. Für Effizienz: mehrere Bleche vorbereiten, während eines backt, plagt euch nicht mit warmen Teigstücken. Es bringt Sinn, den Teig in Portionen zu kühlen, falls eure Arbeitsfläche zu klein ist. Der letzte Schritt mit dem Zucker oder Salz macht auch optisch was her, man erkennt sofort, ob sich die Mühe gelohnt hat.
Küchentipps
- 💡 Achte darauf, die Butter nicht zu schmelzen. Sie sollte weich, aber nicht flüssig sein. Das beeinflusst die Krümelstruktur direkt. Zu fest macht es schwierig, die Kekse schön zu formen.
- 💡 Kühlen ist ein Muss. Der Teig braucht mindestens 90 Minuten im Kühlschrank. Für mehr Biss, bis zu 2 Stunden. Tut dem Teig gut. Wichtig für die Konsistenz beim Backen.
- 💡 Das Ausstechen ist eine Kunst. Den Ausstecher zwischendurch ins Mehl tauchen, dann bleibt der Teig nicht kleben. Unbedingt auch die restlichen Teigstücke wieder zusammenkneten und ausstechen.
- 💡 Die Backzeit variiert je nach Ofen. Farbige Ränder sind der Hinweis, dass die Kekse fertig sind. Rund 15 Minuten anfangs beobachten, wichtig ist die goldbraune Farbe der Ränder.
- 💡 Verwende das richtige Salz oder Zucker auf der Oberfläche. Grobes Meersalz hebt die Süße hervor, anstatt sie zu überlagern. Überraschend, aber sehr passend.



