Weniger süßer Ahorn-Pudding

Von Marlena
Eine abgewandelte Version vom typischen Pouding chômeur mit weniger Zucker, Birnen anstelle von typisch verwendeten Äpfeln und Kokosöl statt Butter. Die Sauce basiert auf reifen Birnen, die mit Ahornsirup eingekocht werden, was ihr eine natürliche Süße und Fruchtigkeit verleiht. Der Teig kombiniert Mehl, Kakao und Kokosöl, um dem Ganzen eine erdige Note zu geben. Die Backzeit und Temperatur wurden leicht angepasst, um den perfekten Ausgleich von Sauce und fluffigem Kuchen zu ermöglichen. Das Ergebnis erinnert an traditionelle kanadische Desserts, mit einer überraschenden Tiefe durch die Modifikationen. Für Vegetarier geeignet, ohne Nüsse. 8 bis 10 Portionen.
Vorbereitung:
30 min
Kochzeit:
45 min
Gesamt:
Portionen:
8 bis 10 Portionen
#Dessert
#Vegetarisch
#Backen
#kanadisch
#fruchtig
Klar, Pouding chômeur war immer schon einer meiner Lieblingsklassiker, aber manchmal nervt mich einfach der zu süße Abgang. Also hab ich angefangen zu experimentieren, Zucker runter, fruchtige Birnen rein, und zum ersten Mal Kokosöl statt Butter. Nicht blockiert mit Sahne oder dicker Sauce, sondern eine leichte Birnensoße mit ganz natürlichem Ahorn-Touch. Das Ganze braucht Geduld beim Aufkochen, sonst wird die Sauce matschig oder klumpt. Die Konsistenz muss stimmen - sahnig, aber nicht flüssig. Und beim Kuchen: Kakao gibt dem Ganzen eine erdige Tiefe, die man nicht erwartet, passt super zu der Süße der Birne. Dieses Rezept habe ich nicht nur für mich angepasst, ich wollte auch etwas, wo man nicht immer die 10.000 Kalorien-Lawine heraufbeschwört. Der Trick liegt in der Balance zwischen mäßig süßer Sauce und lockerem Teig.
Zutaten
Sauce
- 3 reife Birnen, geschält, entkernt, grob gewürfelt
- 350 ml Wasser
- 100 ml Ahornsirup
- 12 ml Speisestärke
- 140 g Weizenmehl (Type 405 oder universell)
- 5 g Kakaopulver, ungesüßt
- 6 g Backpulver
- 1 Prise Salz
- 50 g Kokosöl, fest aber weich (nicht flüssig!)
- 50 g Zucker (feiner Rübenzucker oder Rohrzucker)
- 1 Ei (Gr. M)
- 80 ml Mandelmilch oder Kuhmilch
- 2 ml Vanilleextrakt
Kuchen
Über die Zutaten
Birnen lassen sich gut durch Äpfel oder Pfirsiche ersetzen, je nach Saison. Beim Ahornsirup lieber einen mittleren Grad wählen, zu dunkler Sirup schlägt schnell ins Bittrige um. Speisestärke unbedingt langsam einrühren, Klümpchen fallen sonst negativ auf. Statt Kokosöl kann man auch weniger Butter nehmen, das Fett beeinflusst die Textur stark – zu weich wird der Teig zäh, zu fest bröselig. Für Milchalternativen eignet sich Mandel- oder Hafermilch besonders, gibt leichte Süße und nussigen Geschmack ohne Zusatzstoffbomben. Die Mischung aus Kakao und Vanille macht den Geschmack interessanter, nicht konsumzuckrig wie sonst oft. Einheitsmehl funktioniert hier gut, aber Vollkorn macht den Kuchen kompakter und rustikaler. Immer die Butter oder das Öl zuerst schaumig schlagen, das sorgt für gutes Treibvolumen.
Zubereitung
Vorbereitung
- Ofen auf 175 Grad Celsius vorheizen, mittlere Schiene. Wichtig: nicht heißer, sonst verbrennt die Sauce unten bevor der Kuchen durch ist.
- Sauce: Birnen mit Wasser, Ahornsirup und Speisestärke in einen Mixer geben, langsam starten, dann hoch. Richtig fein pürieren, damit keine Stückchen bleiben, sonst stockt die Stärke nicht schön.
- In einen mittelgroßen Topf leeren. Unter ständigem Rühren (!) langsam erhitzen, bis die Masse sichtbar andickt und blubbert. Nicht aufhören zu rühren, sonst klumpt´s oder brennt an.
- Sobald dick, sofort vom Herd nehmen. Noch heiß in eine mindestens 2,5-Liter-Auflaufform geben. Wer keine tiefe Form hat, nimmt ein breiteres Backblech, Sauce verteilen, geht auch.
- Kuchen: Trockene Zutaten (Mehl, Kakao, Backpulver, Salz) in einer Schüssel vermischen, Klümpchen entfernen.
- Kokosöl mit Zucker in einer Rührschüssel mindestens 3 Minuten schaumig schlagen, bis es hell und fluffig aussieht. Das ist wichtig für die luftige Textur.
- Ei unterrühren. Danach abwechselnd Milch und trockene Mischung bei niedriger Geschwindigkeit einarbeiten, sonst fliegt euch alles um die Ohren.
- Teig mit einem großen Löffel oder Eisportionierer vorsichtig und gleichmäßig auf die heiße Sauce geben. Achtung, es darf nicht gemischt werden! Der Teig schwimmt und backt dabei oben auf der Sauce - typisch für Pouding chômeur.
- Auflaufform auf ein Backblech stellen (für eventuellen Überlauf) und in den Ofen schieben.
- Backzeit etwa 45 Minuten. Stäbchenprobe nicht verlässlich, weil Sauce klebrig ist. Besser: Kuchenoberfläche muss hell und fest sein, leicht goldgelb. Sauce blubbert an den Seiten, das ist gut Zeichen.
- Abkühlen lassen, minimal 15 Minuten. Warm schmeckt das Dessert besser, weil die Sauce noch weich ist. Kalt hat der Kuchen eine festere Konsistenz.
- Fertig. Schnell ausprobieren, sonst bleibt nichts übrig.
Zubereitungstipps
Die Sauce erfordert Aufmerksamkeit, ständiges Rühren beim Erhitzen verhindert Klumpenbildung und Anbrennen. Der Übergang vom flüssigen Zustand zur sirupartigen Konsistenz zeigt sich durch leicht transparentes Blubbern und stärkeres Andicken am Löffelrücken. Zutaten im Mixer nicht zu lange pürieren, sonst wird die Masse zu wässrig. Beim Teig darf keine zu hohe Geschwindigkeit gewählt werden, sonst verliert er die Luftigkeit, zudem Gefahr der Übermischung. Achtung beim Aufgeben des Teigs auf die heiße Sauce: direkt und zügig, damit die Schicht schön schwimmt. Die Backzeit hängt stark vom Ofen ab, leichte Bräunung und elastisches Gefühl auf der Oberfläche sind die wichtigsten Zeichen, nicht die Stäbchenprobe alleine. Abkühlzeit ist essenziell, die Sauce braucht, um unter dem Kuchen fest zu werden. Warm servieren ist geschmacklich besser, kalt ist der Pudding schnittiger im Biss.
Küchentipps
- 💡 Beobachtung ist wichtig. Die Birnen müssen wirklich reif sein, im Geschmack viel süßer. Bei weniger reifen Früchten mehr Ahornsirup verwenden.
- 💡 Für die Sauce: Ständiges Rühren beim Erhitzen ist entscheidend. Ankleben vermeiden, Klumpenbildung stört. Rühren, bis es richtig dick wird.
- 💡 Die Backform muss tief genug sein. Zu flach führt zu Überlauf. Ein Weckglas als Backform kann auch spannend sein, aber weniger Masse.
- 💡 Wenn der Kuchen auf der Oberfläche fest ist, ist das ein gutes Zeichen. Blubbern an den Seiten zeigt, dass die Sauce gut ist. Timing ist alles.
- 💡 Eine Prise Zimt in den Teig gibt dem Ganzen eine andere Wärme. Kokosöl kann durch Margarine ersetzt werden, aber Geschmack verändert sich etwas.



