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Wildreis Kürbis Pilz Bowl

Wildreis Kürbis Pilz Bowl

Von Marlena

Herzhafte Wildreis-Bowl mit geröstetem Hokkaido-Kürbis statt Butternut, Shiitake-Pilzen anstelle weißer Champignons, aromatisiert mit Thymian und Balsamico. Geschmorte Entenkeulen für intensiven Geschmack, verfeinert mit pikanter Orangen-Senf-Vinaigrette. Geschickte Garzeiten sorgen für perfekte Texturen. Kombiniert erdig, süß-säuerlich, fruchtig, mit knackiger Bitterkeit der Feldsalat-Alternative. Gluten- und nussfrei. Raffiniert und bodenständig zugleich.
Vorbereitung: 45 min
Kochzeit: 55 min
Gesamt:
Portionen: 4 Portionen
#Herbstgericht #gesund essen #Bowl
Wildreis mit Butternut und Entenconfit zu kombinieren war mir immer etwas zu langweilig. Also kürzlich Hokkaido ausprobiert – viel aromatischer und leichter zu handhaben, Schale essbar, spart Zeit. Die Umstellung von weißen Champignons auf Shiitake bringt Tiefe ins Gericht, das Aroma ist beinahe fleischig, passt perfekt zum würzigen Entenfleisch. Statt gewöhnlicher Vinaigrette habe ich eine Orangen-Senf-Variante gewagt. Klingt gewagt, knallt aber mit Frische und angenehmer Schärfe. Der Feldsalat ersetzt hier den bitteren Rucola, weniger aggressiv, dafür ein knackiger Kontrapunkt. Wichtig: Timing bei Gemüse – ich gebe Kürbis und Zwiebeln parallel ins Rohr, denn Zwiebeln brauchen weniger lange, so karamellisieren sie optimal, doch werden nicht matschig. Biss und Texturen sind entscheidend. Die Zubereitung dauert zusammen ungefähr anderthalb Stunden, lohnt sich aber, wenn man Geduld hat und Sinn für Details.

Zutaten

  • 900 ml Wasser
  • 210 g Wildreis
  • 3 ml Salz
  • 400 g Hokkaido-Kürbis, gewürfelt
  • 3 ml frischer Thymian, gehackt
  • 60 ml Olivenöl
  • 2 kleine rote Zwiebeln, in feine Spalten
  • 20 ml Balsamico-Essig
  • 400 g Shiitake-Pilze, entstielt, halbiert
  • 15 ml Sojasauce (anstelle Worcestershire)
  • 4 Entenkeulen confit, ausgelöst und gezupft, warm
  • 100 g Feldsalat (statt Rucola)
  • Orangen-Senf-Vinaigrette

    • 25 ml Crème fraîche (statt saure Sahne)
    • 30 ml Mayonnaise
    • 25 ml frisch gepresster Orangensaft
    • 7 ml Weißweinessig
    • 3 ml fein geriebene Orangenschale
    • 5 ml Dijon-Senf

    Über die Zutaten

    Die Mengen habe ich im Vergleich angepasst, Wildreis etwas reduziert auf 210 Gramm ergibt angenehm körnige Textur ohne Klebeeffekt. Bei Kürbis schwöre ich auf Hokkaido statt Butternut – spart Arbeit, dafür ist der Geschmack intensiver. Thymian statt Rosmarin fügt subtile Kräuternote ohne Dominanz hinzu. Statt Worcestershire Sauce nehme ich Sojasauce, um Geschmacksprofil herzhaft, aber nicht zu würzig zu halten, passt besser zum asiatischen Touch durch die Shiitake. Zwiebeln mariniert mit Balsamico statt Weißweinessig für mehr Süße und Säurebalance. Vinaigrette fein abstimmen: Crème fraîche ersetzt saure Sahne, dadurch samtiger, weniger säuerlich. Dijon-Senf ergänzt um leichte Schärfe, bringt alles zusammen. Feldsalat als milde Alternative zur Rucola, fällt durch weniger Bitterkeit auf, trotzdem knackig. Beim Ölbleibt Olivenöl für die Röstaromen Goldstandard.

    Zubereitung

  • 1 Wasser mit Reis und Salz aufkochen. Sofort Hitze reduzieren, mit Deckel sanft köcheln lassen, bis die Körner aufbrechen. Das dauert locker 38 bis 42 Minuten, lieber ab und an prüfen. Reis sollte zart, aber bissfest sein. Abgießen und unter kaltem Wasser abschrecken, um Garprozess zu stoppen.
  • 2 Backofen auf 225 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Rost mittig platzieren, für gleichmäßige Hitzeverteilung.
  • 3 Kürbis mit Thymian, 20 ml Öl, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel vermengen. Auf eine Hälfte eines mit Backpapier belegten Blech geben. Auf die andere Seite Zwiebeln mit Balsamico, restlichem Öl, Salz und Pfeffer verteilen. Nicht vermischen, beide Zutaten für sich lassen, damit sie ihren eigenen Goldton entwickeln.
  • 4 Ab in den Ofen, 18 bis 22 Minuten rösten. Kürbis sollte zart sein, Rand leicht karamellisiert, Zwiebeln weich und glasig, vereinzelte Spitzen mit Farbe.
  • 5 Währenddessen in einer großen Pfanne auf hoher Stufe Öl erhitzen. Shiitake darin scharf anbraten, bis Flüssigkeit weggezogen und Pilze leicht gebräunt sind. Sojasoße zugeben, gut untermischen und kurz einkochen. Wichtig, dass Pilze nicht matschig werden - Hitze hochhalten, sonst verderbt die Textur.
  • 6 Entenkeulen konfiert auslösen, klein zupfen. Schon warm halten, sonst verliert es Wirkung in der Textur und Wärme.
  • 7 Für Vinaigrette alle Zutaten in kleiner Schüssel mit Schneebesen kräftig verrühren. Senf bringt zusätzliche Würze, rundet Orange ab, Crème fraîche macht's cremiger, nicht zu dick, nicht zu dünn. Abschmecken, eventuell mehr Säure nach Geschmack.
  • 8 Servieren: Reis basis, darauf Kürbis, Zwiebeln, Pilze, Entenfleisch schichten. Feldsalat frisch und trocken darüber geben. Mit großzügigem Schwung Vinaigrette beträufeln, aber nicht ersäufen - Vinaigrette soll Akzent setzen, nicht ertränken.
  • 9 Fertig. Kombi aus erdig, süßlich, fruchtig, rauchig – keiner Geschmack dominiert zu sehr. Auf Texturen achten: cremige Kürbisstücke, knackiger Feldsalat, samtiges Entenfleisch und bissfeste Pilze mit Reis zusammen sind ein Genuss.
  • Zubereitungstipps

    Beginne jegliches Reisgaren immer mit Aufkochen, danach Hitze runterdrehen auf scharfes Köcheln. Still halten mit Decke, erst nach 38 Minuten testen, sonst matscht Reis schnell. Gemüse im Ofen entweder getrennt oder zumindest auf verschiedenen Blechen, Keinerlei Vermengen am Anfang – das verändert Konsistenz und Röstaromen. Beim Anbraten der Pilze hohe Hitze ist Pflicht, damit keine Wasserflüssigkeit austritt, das macht sonst matschig. Sauce Worcestershire ersetzt durch Sojasauce – Geschmack bleibt würzig umami, passt besser zur asiatischen Note der Shiitake. Entenfleisch schon abgelegt und warm halten verhindert Härte beim Umrühren. Bei der Vinaigrette wirklich den Zestenanteil nicht unterschätzen, das Augenmerk liegt auf Frische. Beim Anrichten: nicht vermischen, schöne Schichtung erlaubt Auge und Mund unterschiedliche Eindrücke – ich liebe diese Struktur. Tipp: Vinaigrette immer zum Schluss, sonst ziehen die Blätter zu schnell durch und verlieren Biss.

    Küchentipps

    • 💡 Achte beim Kochen auf die richtige Hitze. Reis stets langsam köcheln, damit er nicht zerfällt. Gemüse gleichmäßig rösten. Achte auf Farbe und Duft - das ist der Schlüssel.
    • 💡 Die Vinaigrette kann leicht abgewandelt werden. Ersetze Crème fraîche durch Joghurt für eine leichtere Variante. Achte darauf, dass du den Zestenanteil von der Orange nicht vergisst.
    • 💡 Wenn du keine Shiitake hast, nimm Champignons, aber die Textur wird nicht dieselbe sein. Frische Kräuter sind wichtig, aber getrocknete tun es auch notfalls - der Geschmack leidet.
    • 💡 Kürbis ist empfindlich beim Rösten. Zu lange lässt ihn matschig werden. Halte ein Auge darauf und teste mit einer Gabel - sollte gerade zart sein und nicht zerfallen.
    • 💡 Zwiebeln brauchen weniger Zeit als Kürbis. Röste sie auf einem separaten Blech, damit sie ihren süßen Geschmack entwickeln. Zusammen gleichmäßige Garung und Röstaromen erhalten.

    Häufige Fragen

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