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Würzige Rotwein Sangria

Würzige Rotwein Sangria

Von Marlena

Dieser würzige Rotwein-Cocktail mischt frische Zitrusfrüchte mit einem kräftigen Hauch von Ingwerbier und einem Schuss Aperol statt Rhum für eine leichte Bitterkeit. Statt Orangensaft verwende ich frisch gepressten Blutorangensaft, der eine tiefere Farbe und eine zusätzliche süß-säuerliche Tiefe gibt. Alle Zutaten kombiniert, ziehen unsere Aromen in etwa 50 Minuten – optimal sind dabei die Sichtbarkeit der Zitronen- und Orangenscheiben im Glas sowie das aufsteigende Sprudeln des Ingwerbiers. Eine Prise Zimtpulver rundet das Ganze ab. Eiswürfel füge ich als letztes hinzu, um den Geschmack nicht zu verwässern. So entsteht ein fruchtig-würziger, veganer Drink, der selbst bei früherem Versuch nie wirklich überzeugte, bis ich die Balance zwischen Säure und Einspritzung der sanften Schärfe im Ingwer gefunden habe.
Vorbereitung: 15 min
Kochzeit: 0 min
Gesamt: 55 min
Portionen: 6 Portions
#Cocktail #vegan #Sommergetränk
Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Charakter in so einem simplen Mix drinstecken kann. Früher habe ich reinen Rotwein mit Orangensaft gemischt und dachte, fertig. Aber das kann jeder. Mit wenigen Änderungen werden aus Zutaten mehrschichtige Aromen freigesetzt: fruchtig, würzig, herb. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, Ingwerbier zu nehmen – zu süß, zu dominant. Aber diese feine Kohlensäure und die leichte Schärfe verändern alles. Blutorangensaft, das ist der kleine Luxus, den ich mir inzwischen gönne, weil er intensiver ist und die Farbe unvergleichlich macht. Die Zimt-Note ist mein Experiment, das ich nicht mehr missen möchte. Man lernt beim Mischen, wann genug gezogen ist, wann man lieber sofort serviert. Timing ist wirklich alles bei Sangria.

Zutaten

  • 1 Flasche 700 ml trockener Rotwein, gut gekühlt
  • 100 ml Aperol statt Rhum
  • 400 ml frisch gepresster Blutorangensaft statt normalem Orangensaft
  • 1 mittelgroße Orange, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Bio-Zitrone, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 kleine Dose 330 ml Ingwerbier statt Ginger Ale
  • eine Prise Zimtpulver oder ein kleines Zimtstäbchen
  • Eiswürfel nach Bedarf
  • Über die Zutaten

    Biofrüchte sind Gold wert, weil die Schale mit ins Getränk kommt und viele ätherische Öle freisetzt. Wer keine Blutorangen findet, greift zu Orangen oder Grapefruit. Beim Aperol lässt sich auf Campari ausweichen, wenn man es bitterer mag, möchte man es milder, passt ein leichter Kräuterlikör. Für die Kohlensäure unbedingt frisches Ingwerbier statt Ginger Ale empfehlen – es ist nicht zu süß, aber schön würzig und prickelnd. Wer Schnelligkeit braucht, kann die Zutaten direkt im Glas kombinieren, aber mindestens 30 Minuten ziehen lassen und ordentlich durchziehen, sonst ist das Aroma flach. Eis kommt zum Schluss, sonst läuft alles zu schnell auseinander. Zimt ist optional, bringt aber Wärme. Für Veganer ist alles hier passend.

    Zubereitung

  • Zuerst die Zitrone und Orange gut waschen, bitte Bio bevorzugen wegen der Schale, da sie mit in den Krug kommt.
  • Zitronen- und Orangenscheiben in einen großen Glas-Krug schichten, so dass sie sich gegenseitig etwas überlappen, damit sie eine längere Zeit ihren Saft abgeben können.
  • Rotwein in den Krug gießen, hier ruhig ein Glas probieren, damit das Grundaroma stimmt – oft zu fruchtig oder zu tanninhaltig, je nach Wein kann man anpassen.
  • Aperol hinzufügen; das bringt eine leichte Bitterkeit ins Spiel und ersetzt den Rhum, der den Drink schwerer macht. Seitdem ich das so mache, wirkt die Sangria leichter, lebendiger.
  • Blutorangensaft einrühren, nicht zu viel, sonst zerstört man die Balance. Ich presse Blutorangen frisch, weil der Saft oft dickflüssiger, intensiver ist. Fruchtsäfte aus dem Tetrapak funktionieren natürlich auch, sind allerdings dünner.
  • Zimt darüber streuen oder ein Zimtstängel dazugeben. Das ist keine traditionelle Zutat, aber ich finde, es eröffnet eine angenehme warme Note, die bei der Kühlung im Kühlschrank erst richtig auffällt.
  • Alles gut durchrühren, dann den Krug luftdicht mit Frischhaltefolie abdecken oder mit einem Deckel verschließen.
  • Mindestens 45 Minuten in den Kühlschrank stellen, am besten länger, aber spätestens nach 1. Stunde wird das Aroma am ausdrucksstärksten. Die Früchte sollten am Rand leicht durchscheinend werden, das ist der Trick für optimale Durchmischung.
  • Kurz bevor serviert wird, das Ingwerbier vorsichtig eingießen, nicht umrühren, damit die Kohlensäure bleibt und das Getränk schön sprudelt. Hier beginnt das Knistern, das jeden Gast aufmerksam macht; hört man das nicht, hat man wohl zu stark gerührt.
  • Eiswürfel in Gläser geben oder den Krug damit auffüllen, ganz nach Geschmack. Manchmal lassen sie das Getränk zu wässrig werden – lieber separat anbieten.
  • Beim Servieren sehen die durchsichtigen, zitronengelben und orangenfarbenen Scheiben im Glas sehr einladend aus. Die leichte Schärfe vom Ingwerbier zusammen mit dem herben Aperol und der milden Süße vom Blutorangensaft – persönliches Highlight.
  • Kleiner Tipp: Wenn keine Blutorangen verfügbar sind, schmeckt die Sangria auch mit frisch gepresstem Grapefruitsaft oder mit einem Spritzer Limette. Andere Alternativen zum Aperol wären Campari oder ein leichter Kräuterlikör; wichtig ist, dass sich Bitternoten bilden.
  • Zubereitungstipps

    Der wichtigste Schritt: Das Ziehenlassen. Da geht nichts über Geduld und ein Gefühl für Aromen. Alternativ lässt sich auch alles in eine Schüssel geben und im Kühlschrank gehen lassen, dann erst in Krüge umfüllen. Ich empfehle ein großes Glasbehältnis wegen der Sicht auf die Früchte. Beim Umrühren nicht übertreiben, vor allem wenn das Ingwerbier drin ist, sonst verblasst die Kohlensäure. Achte darauf, dass die Obstscheiben weich aussehen, leicht transparent – das ist der Moment, wo die Zitrusöle ihr Bestes geben. Eiswürfel individuell portionieren, weil zu viel Eis den Geschmack verwässert. Wer es süßer mag, kann noch Honig oder Agavensirup zugeben, aber nur wenig. Nie mit zu süßen Zutaten kombinieren, das überdeckt das feine Gleichgewicht. Beobachtung wichtiger als Zeitvorgaben.

    Küchentipps

    • 💡 Zitrusfrüchte immer bio wählen. Schale mitverwenden. Schält oft viele Aromen frei. Verzichten auf Pestizide. Sie geben dem Drink mehr Charakter. Früchte gleichmäßig schneiden dafür nutzen. Vor dem Mischen gut waschen.
    • 💡 Blutorangensaft frisch pressen ist zentral. Alternative sind Orangen oder Grapefruits. Sanfte Süße und pralle Frucht sind wichtig. Säfte aus dem Tetrapak sind nice, aber dicker Saft ist Geschmacksträger. Balance beachten, sonst wird der Drink zu süß.
    • 💡 Eiswirkungen sind kritisch. Zu schnell verwässeren ist ein No-Go. Ich gebe Eiswürfel nach dem Mischen hinzu. Separat servieren ist sicherer. Jeder trinkt nach eigenem Geschmack. Zu viele Eisstücke können tödlich sein für das Aroma.
    • 💡 Orangen- und Zitronenscheiben sollten leicht durchscheinend sein. Ein gutes Zeichen: Aromen sind perfekt zwischenzeitlich. Zimt ist optional aber empfehlenswert, es macht den Drink wärmer. Zimtstängel hinzugeben sorgt für einen schönen Abgang.
    • 💡 Wenn Blutorangen fehlen, hilft auch Limette. Gibt Frische. Campari statt Aperol für die, die Bitteres mögen. Leichter Kräuterlikör ist auch eine Wahl, sollte nicht überwältigen. Hier zählt der Geschmack, ja, den findet man nur im Mischen.

    Häufige Fragen

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