Würzige Tajine Lamm

Von Marlena
Ein Rezept für saftige Lammschulter in einer aromatischen Tajine mit einer Mischung aus nordafrikanischen Gewürzen, getrockneten Früchten und einer geheimen Zutat. Die Lammschulter wird langsam geschmort, bis sie zart zerfällt. Ersetzt werden Mandelbutter durch Cashewcreme und Fenchelsamen durch Kardamom, dazu ein außergewöhnlicher Twist mit Granatapfelsirup, der für säuerliche Frische sorgt. Schwarztee wird durch starken Rooibos-Tee ersetzt, für erdige Noten. Eine Kombination, die Textur und Geschmack spannend macht, dazu ein Hauch Zimt und orientalische Gewürze. So entsteht eine komplexe, aber ausbalancierte Tajine, die auf Couscous perfekt harmoniert.
Vorbereitung:
20 min
Kochzeit:
Gesamt:
Portionen:
6 Portionen
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#Lamm
#Eintopf
#Couscous
#Nordafrika
Lamm aus Québec, langsam geschmort mit einer Gewürzmischung aus Ras-el-Hanout, Kardamom anstelle Fenchel – klingt wie viele Rezepte, ist aber durch kleine Veränderungen radikal anders. Cashewcreme schmilzt die Sauce samtig, Granatapfelsirup bringt eine scharfe, leichte Fruchtnote, die ich beim ersten Versuch vermisst habe. Das sorgt für lebhafte Aromen, nicht nur süße Trockenfrüchte-Wolke. Ich meine, einfach nur Mandelbutter und Schwarztee – mag jeder. Aber hier schaffen die Zutaten echten Tiefgang. Auch beim Kochen: nicht strikt nach Uhr, achte ich mehr auf das Verhalten des Fleisches, das muss einfach auseinanderfallen, dann ist alles richtig.
Zutaten
Über die Zutaten
Lammschulter möglichst mit gutem Fettanteil – das bringt Geschmack bei der langen Schmorzeit. Öl nicht sparen, Olivenöl mit fruchtigem Charakter funktioniert am besten, aber neutrales Rapsöl tut’s auch. Anstelle der Mandelbutter Cashewcreme ist einfacher zu bekommen und milder im Geschmack, eignet sich super zum Binden der Sauce ohne zu dominieren. Tick weniger getrocknete Früchte als Original, sonst wird’s zu süß, gerade bei Cranberries und Feigen. Rooibos statt schwarzer Tee und Granatapfelsirup habe ich als Geheimtipp dazugegeben; sollte in den Mittelmeerläden oder online erhältlich sein. Gewürze immer frisch gemahlen nehmen – Pulver verliert schnell Aroma und wird bitter. Wer keine Ras-el-Hanout-Mischung hat, am besten selbst zusammenstellen mit Koriander, Zimt, Kreuzkümmel und Paprika. Zimtstange rein für Wärme, unbedingt am Ende rausfischen, sonst wird’s penetrant und enttäuschend.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Das Anbraten des Lamms ist das A und O. Sehr heißer Topf, Stücke lieber einzeln anbraten, sonst kochen sie nur. Farbe ist Geschmack, also Geduld statt hoher Hitze. Beim Schmoren geduldig bleiben und Zeit geben – mein Fehler am Anfang war zu frühes Aufreißen des Deckels, dann verliert man Aroma. Der Duft der Gewürze soll erst durch das richtige Dünsten entstehen – nicht zu früh stampfen oder zu heiß. Die getrockneten Früchte und die Cashewcreme kommen ganz zum Schluss in die Flüssigkeit – sonst zerfallen sie zu sehr und machen die Sauce matschig. Die Kassullah wird erst beim Servieren gewürzt, da die Trockenfrüchte auch Süße geben. Wichtig: Am Ende Sauce etwas einkochen, sonst wirkt sie trocken – die Bindung durch Cashewcreme zeigt sich erst, wenn Temperatur kurzfristig hoch ist. Vorsichtig mit Salz, da Brühe bereits gesalzen sein kann. Nachschmecken, besonders vor dem Servieren, ist Pflicht.
Küchentipps
- 💡 Das Anbraten des Lamms ist entscheidend. Hohe Hitze; erst richtig bräunen. Geduld beim Anbraten. Einzeln braten, keine Dämpfung. Geschmack kommt durch Farbe. Topf genug vorheizen.
- 💡 Gewürze in der Pfanne gut anschwitzen. Hitze bleibt mittel. Aromen freisetzen ohne zu verbrennen. Achten auf Duft. Eine Minute anrühren. Sonst bitter.
- 💡 Flüssigkeiten langsam zugeben. Zuerst Rooibos-Tee; kratzen, nichts verlieren. Hühnerfond, Trockenfrüchte hinzu. Zimtstange nicht vergessen; am Ende entfernen.
- 💡 Letzte 30 Minuten Deckel offen. Sauce reduzieren. Konzentration und Intensität steigen. Lieber etwas Restfeuchte lassen. So bleibt es geschmackvoll.
- 💡 Couscous richtig zubereiten. Nach Anleitung; dampfen lassen. Lockere Konsistenz ist der Schlüssel. Vor Servieren mit Gabel auflockern. Nicht rühren.



