Würziger Rosmarin-Cidre-Cocktail

Von Marlena
Ein leichter, spritziger Cocktail mit Gin und einem Spritzer Rosmarin-Sirup statt Chartreuse. Ersetzt den Zitronensaft teilweise durch Grapefruitsaft für eine herbe Frische. Verfeinert mit prickelndem Apfel-Cidre statt klassischem Apfelwein. Ein Hauch rauchiger Mezcal am Ende, dieser gibt Tiefe und Kadenz. Dazu ein langer, dünner Zitronenzeste als Garnitur, die Aroma langsam abgibt während des Trinkens. Cooling mit groben Eiswürfeln, nicht klein zerstoßen, damit die Balance erhalten bleibt.
Vorbereitung:
7 min
Kochzeit:
0 min
Gesamt:
7 min
Portionen:
1 Portion
#Cocktail
#Getränk
#Sommer
Cocktailkreationen tradieren. Ich habe oft versucht, die klassische Mischung mit Chartreuse und Zitronensaft aufzubrechen, weil mir persönlich die Süße manchmal zu dominant war und die Aromen oft kaum rauskamen. Neben dem üblichen Gin hatte ich paar Mal experimentiert mit Rosmarin-Sirup, der bringt nicht nur Kräutrigkeit sondern auch eine gewisse Wärme. Grapefruitsaft habe ich statt Zitrone benutzt, weil die Bitternoten eine schöne Balance schaffen, macht den Cocktail komplexer und weniger süßlich. Spritziger Apfel-Cidre anstelle von stillem Apfelwein sorgt für Sackgassen von Frische und Lebensfreude im Glas. Rauchig im Hintergrund, nicht vorrangig, nutze ich Mezcal, der hat mehr Charakter als ein leichter Whisky. Zwischenzeitlich merkte ich: Große Eiswürfel sind Pflicht, je kleiner, desto mehr Wasser, das verwässert den Drink und verwischt die Kräuteraromen. Wichtig ist die Reihenfolge und Dosierung, damit der Cocktail nicht zu zerhackt wirkt, sondern geschmeidig bleibt. Ich meide Sprudel, die zu aggressiv sind — die sanfte Perlage macht das Erlebnis, wobei man schnell servieren muss, sonst ist es zerfallen.
Zutaten
Über die Zutaten
Rosmarin-Sirup lässt sich einfach selbst machen: 150 ml Wasser, 150 g Zucker aufkochen mit einem Bund frischem Rosmarin. 10–15 Minuten ziehen lassen, abkühlen und absieben. Passt perfekt, wenn kein Chartreuse da oder gewünscht. Gin unbedingt kalt stellen, sonst läuft die Temperatur aus dem Ruder und verflacht die Frische. Grapefruitsaft je nach Säuregrad und Reife, am besten frisch gepresst, um bittere Noten zu regulieren. Apfel-Cidre muss spritzig sein, sonst fehlen Aroma und Säure; kalte Lagerung ist ein Muss. Mezcal kann man durch rauchigen Whisky ersetzen, wenn man eher in Richtung Whisky tendiert. Eiswürfel groß verwenden, kleiner Crushed-Eis kühlt zu schnell, verdünnt und verwässert den Gin. Zitronenzeste sollte frisch, nicht getrocknet sein. Am besten ein scharfes Messer oder Zestenreißer benutzen, um die ätherischen Öle nicht zu beschädigen. All diese Komponenten sorgen für den Unterschied zwischen fad und spannend.
Zubereitung
Zubereitungstipps
Gleich nach dem Shaken auf die richtige Temperatur achten, der Shaker darf sich kühl und leicht beschlagen anfühlen, nicht klatschfeucht. Das Signal, dass die Mischung gut gekühlt ist, aber nicht zu lange gelagert. Das langsame Gießen des Apfel-Cidres ist entscheidend, direktes Einschenken verwirbelt die Perlage unnötig – ich nutze gerne die Rückseite eines Löffels an der Glaswand für sanfte Befüllung. Das Sprühen von Mezcal braucht Geduld, nicht zu viel, sonst dominiert er den Drink und macht ihn schwer. Die Zeste über dem Glas leicht quetschen, um die Öle zu aktivieren, bevor sie am Glasrand hängt. Cool bleiben – zu langes Vorbereiten oder Aufbewahren macht viele Kräuternoten schal, im Glas verändert sich das Aroma schnell. Kippelt das Glas oder zu viel Wasser im Drink, kontrolliere die Kühlung der Eiswürfel oder die Abstimmung der Zutatenmengen. Experimentieren mit der Balance mache ich gern, je nach Jahreszeit variiert der Geschmack des Grapefruit- oder Apfel-Cidres – habe immer Alternativen parat.
Küchentipps
- 💡 Mit frischem Rosmarin-Sirup schaffen Sie eine besondere Note. Wasser und Zucker aufkochen, frischen Rosmarin für 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Gut absieben. Die Balance zwischen Süße und Kräutern ist der Schlüssel. Kühl lagern für besten Geschmack.
- 💡 Achten Sie darauf, Eiswürfel nicht zu klein zu machen. Große Eiswürfel halten den Drink länger kühl ohne ihn zu verwässern. Kleinere Eisstücke bringen unerwünschte Verdünnung. Gut für die gewünschte Aromenvielfalt.
- 💡 Das langsame Gießen des Apfel-Cidres ist entscheidend. Rückseite eines Löffels verwenden. Ruhig und vorsichtig. Vermeiden Sie das Sprudeln. Geistige Perlage bleibt so erhalten.
- 💡 Zitronenzeste nicht vergessen. Damit wird das Aroma intensiviert. Wenn Sie die Zeste über dem Glas quetschen, entfalten sich die ätherischen Öle. Frisch ist wichtig, getrocknete Zesten bringen nicht das gleiche Gefühl.
- 💡 Experimentieren Sie mit den Aromen. Wechseln Sie den Grapefruitsaft je nach Reife. Auch Apfel-Cidre variiert im Geschmack. Diese Wechselwirkungen bringen Abwechslung in den Drink. Kreieren Sie Ihren Liebling.



