Würziges Hühnchen mit Honigmelone und Chorizo

Von Marlena
Ein Gericht mit gebratenem Hühnchen, das mit Fenchelsamen und Chili mariniert wird, kombiniert mit süßer Honigmelone und herzhaft gebratenem Chorizo. Die Marinade enthält Zitronensaft und Olivenöl, gewürzt mit geräuchertem Paprikapulver und etwas Kreuzkümmel als Twist. Das Hühnchen wird in einer heißen Pfanne knusprig angebraten, bis die Oberfläche goldbraun ist, der Saft klar ausläuft. Chorizo liefert kräftiges Aroma und Fett, das mit der frischen Melone gut kontrastiert. Als Beilage griechischer Joghurt zur milderen Abrundung. Leichte Abwandlung vom klassischen süß-scharfen Stil, ergänzt durch warme Gewürze und Texturspiel.
Vorbereitung:
22 min
Kochzeit:
12 min
Gesamt:
34 min
Portionen:
4 Portionen
#Hühnchen
#Mediterran
#scharf
#süß
#einfach
Kaum etwas lehrt Geduld und Timing in der Küche so wie das perfekte Anbraten von Hühnchen – zu trocken, und es schluckt alle Säfte, zu roh, und der Geschmack bleibt blass. Dieses Gericht verbindet die scharfen Noten von Chili und Fenchel mit der Süße der Honigmelone, die dank einer Limettenölmarinade frisch und überraschend bleibt. Chorizo bringt eine würzige, mediterrane Schärfe, die in der Pfanne auskristallisiert und knusprig wird. Immer wieder habe ich gelernt, dass die Qualität der Gewürze und das Timing beim Wenden den Unterschied machen. Das Zusammenspiel aus kaltem Joghurt und warmem Hühnchen gibt der Komposition Balance – nicht zu viel, nicht zu wenig, sondern genau richtig. Keine Sauce-Schlachten, sondern klare Aromen mit Struktur. Ein Mix aus süß, scharf, knusprig. Manchmal mindestens so wichtig wie die Zutaten: das Gefühl für den richtigen Moment, wenn der Löffel reinhauen darf.
Zutaten
Honigmelone
- 1/3 Honigmelone, geschält und entkernt
- 25 ml (1 1/2 EL) frischer Limettensaft
- 25 ml (1 1/2 EL) natives Olivenöl extra
- 3 ml (1/2 TL) geräuchertes Paprikapulver
- 3 ml (1/2 TL) gemahlener Kreuzkümmel
- 500 g Hähnchenbrustfilets
- 3 ml (1/2 TL) Chiliflocken
- 3 ml (1/2 TL) zerstoßene Fenchelsamen
- 60 g Chorizo, gewürfelt
- Griechischer Joghurt natur nach Geschmack
Hühnchen
Über die Zutaten
Die Menge der Gewürze unbedingt anpassen. Ich schwenke immer mit einer guten Prise Chili, manchmal mehr, wenn der Chorizo nicht scharf genug ist. Fenchelsamen zerbröseln und leicht anrösten bringt eine Tiefe, die im Original fehlt. Die Honigmelone muss fest genug sein, sonst weicht sie zu stark auf, das nervt. Alternativ kann man auch reife Mango nehmen – gibt eine andere Süße. Bei der Säure ist Limette eine gute Wahl, Zitronensaft passt auch, wenn kein Limette vorhanden. Olivenöl sollte extra vergine sein; billige Sorten schlagen sich negativ auf den Geschmack nieder. Chorizo ersetzen geht mit spanischem Paprikasalami oder auch kräftig geräuchertem Bauchspeck. Die Joghurtmenge ist flexibel, je nach Geschmack.
Zubereitung
Honigmelone vorbereiten
- Die Melone in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Länge und Breite müssen gleichmäßig sein, damit sie beim Mischen nicht zerfallen. Die Melone mit Limettensaft und Öl in einer Schüssel vermengen. Gewürze darüber streuen – das Raucharoma vom Paprika trifft hier auf erdigen Kreuzkümmel, gibt dem Ganzen einen warmen Unterton. Nicht zu früh mischen; kurz vor dem Servieren zusammenbringen, sonst wird die Melone wässrig.
- Filets leicht platt klopfen, dann rundum mit Chili und Fenchelsamen bestreuen. Salzen, pfeffern. Pfanne richtig heiß machen, das Fleisch hineinlegen. Es soll ein kräftiges Zischen hören – dann sofort Farbe nehmen. Zwei bis drei Minuten pro Seite, bis außen goldgelb. Innen muss das Fleisch bei Berührung fest, aber noch saftig sein. Sofort rausholen, zum Ruhen legen – wichtig, damit der Saft sich verteilt und das Fleisch nicht trocken wird.
- Im selben Fett die Chorizostücke anbraten. Fett lässt sie aus, wird aromatisch. Knuspprig, aber nicht verbrennen lassen. Herausnehmen und abtropfen lassen. Das Zwiebelaroma (optional und nicht im Original) kann man kurz mitrösten für mehr Tiefe.
- Das Hühnchen in dünne Streifen schneiden, verteilt auf Tellern. Melonenwürfel darüber geben, großzügig den Chorizo darauf verteilen. Ein paar Tropfen der Honigmelonen-Marinade als Dressing darüberträufeln. Dann einen Klecks griechischen Joghurt dazu, der kühlt und leicht säuert, um die Schärfe zu mildern.
- Für das Hühnchen am besten nicht zu dicke Filets nehmen – sonst dauert das Durchgaren zu lange und außen verbrennt es. Wenn kein Chorizo da, geht auch geräucherter Speck, dann aber ohne weitere Rauchnote würzen. Statt Limettensaft geht auch Weißweinessig als spritzige Alternative; Zitronensaft ist oft zu sauer. Wer es milder mag, nimmt weniger Chili. Fenchelsamen vorher anrösten – bringt intensiveren Geschmack. Statt Melone kann auch reife Mango verwendet werden, auch hier auf Festigkeit achten, sonst zerfällt sie zu matschig.
- Ein Klassiker, den ich mit jeder Runde besser einschätze. Kauft gutes Olivenöl, gibt den Ton an. Die Melone darf nicht zu weich sein, sonst trennt sich das Wasser beim Mixen schnell. Geduld beim Anbraten; zu viel auf einmal in die Pfanne kippen kühlt das Fett ab, dann wird’s schwach und klebrig. Richtig heiß muss die Pfanne sein, sonst kein knackiges Ergebnis.
- Die Würzung lebt vom Zusammenspiel Knusprigkeit und Süße. Deshalb nicht zu früh schneiden. Das Joghurt bringt Balance und Frische – hier Salz und Schärfe besser abstufen, sonst wird es eine Partie purer Schärfe. Probiere immer Zwischenschritte, schmecke ab, bevor alles zusammengemischt wird.
- Küchenhelfer: Schaue nach einer guten Antihaftpfanne, die hält die Hitze besser und bräunt schön. Wenn Fleisch festhängt, ist die Pfanne nicht heiß genug oder zu nass. Sonst gibt’s keine schöne Kruste. Beim Schneiden der Melone Achtung, dass die Würfel gleich groß bleiben – sieht besser aus und gart gleichmäßig.
Hühnchen würzen und anbraten
Chorizo braten
Anrichten
Tipps und Tricks
Zubereitungstipps
Erwärme die Pfanne gut, bevor du das Hühnchen anbrätst. Das Geräusch beim Kontakt des Fleisches mit dem heißen Öl ist entscheidend – es zeigt an, dass die Kruste entsteht. Nicht zu früh wenden, sonst reißt das Fleisch und verliert Saft. Die Chorizo gibt Fett ab, sodass sich die Aromen in der Pfanne entfalten können. Darum die Chorizo erst nach dem Hühnchen anbraten, damit sie nicht trocken wird. Schneide die Melone zuletzt, damit sie frisch bleibt und nicht zu wässrig wird. Vor dem Servieren die Marinade kurz unterheben, nicht zu lange stehen lassen, sonst „schwimmt“ sie. Beim Anrichten ruhig großzügig mit Texturen spielen – die Kombination aus weich, knusprig, frisch funktioniert besser als alles zu mischen. Probieren, abschmecken, anpassen – nichts festzurren.
Küchentipps
- 💡 Wähle für das Hühnchen zarte Filets. Dicke Stücke brauchen länger. Das kann die Außenseite verbrennen lassen. Verwende einen Fleischklopfer, um sie gleichmäßig dick zu machen. So garen sie gleichmäßig.
- 💡 Die Chorizo nach dem Hühnchen braten. Sie gibt Fett ab, das die Aromen entfaltet. Zu lange braten macht sie trocken. Richten Sie sie gleich nach dem Braten auf Küchenpapier an, lässt das Fett abtropfen.
- 💡 Grenzen beim Würzen nicht ausreizen. Schmecke ständig ab. Füge zuerst weniger Chili hinzu. Kann leicht mehr sein. Weniger oder mehr kann den Unterschied machen. Sehen Sie, wie die Gewürze sich entfalten.
- 💡 Wenn die Melone zu reif ist, wird sie matschig. Achten Sie darauf, dass sie fest bleibt. Alternativ eine Mango verwenden: gibt auch eine interessante Süße. Schneide sie erst kurz vor dem Servieren.
- 💡 Achte darauf, die Pfanne wirklich vorzuheizen. Der Kontakt mit dem Hähnchen muss zischen. Das zeigt, dass die Kruste entsteht. Zu viele Stücke auf einmal in die Pfanne kühlt das Öl ab.



